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Digitales Haushaltsbuch Finanzen im Blick per App

Wer nicht aufschreibt, wofür er sein Geld ausgibt, verliert schnell den Überblick. Unsere Redakteurin hat eine Haushaltsbuch-App getestet - und schnell echte Geldfresser entdeckt.

Smartphone mit geöffneter Taschenrechner App liegt auf Geldscheinen

Wie viel Geld geben wir jeden Monat für Kleinkram aus? Ein digitales Haushaltsbuch kann solche Kostenfresser identifizieren – viel einfacher als ein Taschenrechner!

Haushaltsbücher sind aus der Mode gekommen - höchstens jeder Zehnte schreibt regelmäßig auf, wofür er oder sie Geld ausgibt. Aber: Wer nichts notiert, verliert schnell den Überblick. Mit Apps auf dem Handy ist es aber ganz einfach, ein Haushaltsbuch zu führen. Damit hat SWR-Wirtschaftsredakteurin Geli Hensolt im neuen Jahr angefangen und ihre Erfahrungen geschildert.

Die App ist wie eine Excel-Tabelle auf dem Smartphone, aber komfortabler. In dieses digitale Haushaltsbuch trage ich regelmäßig ein, wofür ich Geld ausgebe. Am Anfang musste ich ein bisschen Zeit investieren und regelmäßige Zahlungen eingeben - also Miete, Strom, Handyrechnung und so, die monatlich oder jährlich abgebucht werden.

Die App hat außerdem unterschiedliche Kategorien - Lebensmittel zum Beispiel, Freizeit oder Kleidung - und in die trage ich ein, was ich ausgegeben habe. Das mache ich meistens abends, wenn ich in der Bahn nach Hause sitze. Da lasse ich nochmal den Tag Revue passieren und schreibe auf, wofür ich Geld gebraucht habe. In Diagrammen kann ich mir dann anzeigen lassen, wofür ich Geld ausgegeben habe.

Das ist schon ein bisschen Aufwand. Was bringt das?

Quittungen und ein Haushaltsbuch liegen auf einem Tisch.

Das klassische Haushaltsbuch ist out – auch, weil Apps mit Kategorien schnell sichtbar machen, welche Ausgaben besonders ins Gewicht fallen.

Tatsächlich habe ich gesehen, wofür ich regelmäßig Geld ausgebe. Und dabei habe ich gemerkt, dass viele kleine Beträge am Ende eine ordentliche Summe ergeben. Ein Beispiel: Wir kaufen oft Brezeln beim Bäcker für unsere beiden Kinder. Da war ich überrascht, wie viel Geld wir da liegen lassen - vor allem, weil ich mir ab und zu noch einen Cappuccino mitgenommen habe.

Mit der App sehe ich jetzt, wofür ich mein Geld ausgeben. Und dann kann ich entscheiden, ob ich mir den Cappuccino lieber verkneife und das Geld, das ich spare, in eine neue Bluse investiere. Verbraucherschützer sagen: Viele Leute verkalkulieren sich bei kleinen und mittleren Beträgen, aber auch bei ihren Fixkosten - vor allem, weil vieles automatisch abgebucht wird. Und die Kontoauszüge studieren eben viele nicht regelmäßig. Deshalb macht ein Haushaltsbuch Sinn - per App finde ich es einfach praktisch, weil ich mein Smartphone immer dabei habe.

Worauf sollte man achten, wenn man eine Haushaltsbuch-App nutzen will?

Es gibt unzählige Apps, die man sich aufs Smartphone laden kann. Das beste ist: Ausprobieren! Was man dabei wissen muss: Viele Apps sind kostenlos, aber man bezahlt mit seinen Daten. Deshalb muss man schauen, dass die Apps von einer vertrauenswürdigen Quelle kommen - die Daten sollten auf keinen Fall auf ausländischen Servern oder Clouds gespeichert werden.