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Der eine ja, der andere nein Werden Sie durch Spargelessen zum Stinktier?

Wer Spargel isst, kann leicht zum Stinktier werden. Denn das Methanethiol, das zum Teil den unangenehmen Geruch ausmacht, ist dem Stinktiersekret nah verwandt.

Spargel kann den Urin-Geruch verändern

Spargel kann den Urin-Geruch verändern

Nur knapp die Hälfte der Menschen produziert den Geruch. Aber auch nur knapp die Hälfte kann ihn riechen. Das legen Studien - unter anderem aus Oxford - nahe. Die "Stinker" haben genetisch bedingt ein Enzym, das die schwefelhaltige Asparaginsäure im Spargel zu komplizierten Duftstoffen zersetzt. Andere Menschen haben das Enzym nicht.

Bei der Spargelverdauung entsteht auch Methanethiol, ein Duftstoff des Stinktiers

Bei der Spargelverdauung entsteht auch Methanethiol, ein Duftstoff des Stinktiers

Nicht jeder riecht die Abbauprodukte

Außerdem haben viele Menschen - ebenfalls genetisch vorgegeben - buchstäblich keinen "Riecher" für diese Abbauprodukte, keinen Geruchsrezeptor. Sie riechen den unangenehmen Geruch nicht. Bislang ist nicht geklärt, warum das so ist. Wer den Geruch im eigenen Körper produziert, aber schnell vertreiben will, sollte viel Wasser trinken. Das schwemmt die Stoffe schneller aus.

Zwiebeln können im Urin eine "Kuhstall-Note" geben

Zwiebeln können im Urin eine "Kuhstall-Note" geben

Nicht nur Spargel verursacht Geruch

Übrigens beeinflusst auch anderes Essen den Geruch des Urins, beispielsweise Knoblauch und Zwiebeln. Grundsätzlich ist es sehr eiweißreiche Kost, die viel Stickstoff enthält. Daraus entsteht während der Verdauung Ammoniak. Der Urin kann dann nach einem schlecht gelüfteten Kuhstall riechen. Kaffee-Trinkern wird dagegen oft ein Geruch nach Popcorn nachgesagt.


Autor: Werner Eckert, Umwelt und Ernährung / Online: Jutta Kaiser