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Apps für die Steuererklärung Steuer? Macht mein Handy!

Bis Ende Mai muss die Steuererklärung raus. Viele nutzen dafür inzwischen Steuer-Software. Aber auch neue Steuer-Apps sind inzwischen fast so clever wie ein Steuerberater.

Das Wort ist "Steuererklärung" ist auf einem Tablet zu sehen, welches auf Euroscheinen liegt.

Nur in bestimmten Fällen machen Steuer-Apps das Leben leichter.

Sich für die Steuererklärung alleine durch das Elster-Formular durchkämpfen, kann aufwendig sein. Ein Steuerberater ist Vielen zu teuer. Helfen können Lohnsteuerhilfevereine oder eine Steuersoftware. Noch leichter und schneller soll es via Smartphone-Anwendung gehen.

Fragen an Geli Hensolt, SWR Wirtschaft und Soziales

Für alle, die eigentlich keine Steuererklärung abgeben müssen - lohnt es sich, sich trotzdem die Mühe zu machen?

Auf jeden Fall. Denn im Schnitt bekommen wir vom Finanzamt um die 900 Euro zurück. Weil uns die Finanzbehörden das Leben leichter machen möchten, müssen wir für 2017 keine Belege und keine Kontoauszüge mehr einreichen. Trotzdem können wir jede Menge Ausgaben geltend machen: Fahrtkosten, Versicherungsbeiträge, Spenden, Ausgaben für den Garten, für eine Haushaltshilfe oder einen Handwerker zum Beispiel. Checklisten, was man absetzen kann, gibt es im Internet.

Bis 31. Mai muss die Steuererklärung beim Finanzamt sein. Nur, wer die Steuererklärung elektronisch, also über Elster, abgibt, bekommt in Baden-Württemberg noch mehr Zeit und zwar bis Ende Juli. Offenbar wissen das aber noch nicht alle Finanzämter. Deshalb sollte man die Behörde, die für einen zuständig ist, nochmal auf diese Fristverlängerung hinweisen. Ganz wichtig: Bis Ende Mai muss man sich registrieren lassen, wenn man Elster nutzen will.

Wie sinnvoll sind Apps für die Steuererklärung?

Smartphone mit verschiedenen Apps

Die Kosten für Apps sind unterschiedlich.

Für Angestellte, die außer dem Gehalt keine weiteren Einnahmen haben, sind solche Apps hilfreich. Für Rentner, für Selbstständige oder auch für Leute, deren Steuererklärung komplizierter ausfällt, sind Anwendungen wie Taxbutler, Taxfit oder Steuerbot nichts. Alle Apps lassen sich einfach aufs Smartphone laden. Mit ihnen kann man ziemlich schnell und einfach die Steuererklärung machen und elektronisch ans Finanzamt schicken.

Manche Apps sind kostenlos, andere kosten nur, wenn man die Steuererklärung wirklich ans Finanzamt übermittelt. Wichtig ist, dass die Anwendungen die Daten verschlüsselt übertragen und die Apps über deutsche Server und nicht über Server im Ausland laufen.

Der schnelle Check für Steuer-Apps

Eine Frau hält ein Smartphone und ein Blatt Papier in den Händen

Auch für Apps gilt: Erst mal die richtige finden.

  • App Nummer 1: Taxfix

Die Anwendung stellt uns erst mal jede Menge Fragen. Sie will zum Beispiel wissen, wie viele Kinder wir haben und welche Versicherungen. Im Schnitt müssen wir etwa 70 Fragen beantworten. Dann errechnet die App, wie hoch unsere Steuerrückzahlung ausfallen wird. Nur wenn wir tatsächlich Geld vom Finanzamt erwarten können, müssen wir für die App bezahlen: 35 Euro. Taxfix geht, wie der Name sagt, schnell: Etwa 25 Minuten dauert es, bis die Steuererklärung fertig ist. Dann geht sie elektronisch an die Steuerbehörde.

  • App Nummer 2: Taxbutler

Auch diese Anwendung macht zunächst einmal Arbeit: Wir müssen alle wichtigen Belege fotografieren. Welche das sind, erklärt eine umfangreiche Checkliste. Aus diesen Fotos und aus ein paar persönlichen Angaben erstellt die App dann unsere Steuererklärung. Die können wir dann direkt ans Finanzamt schicken. Vor dem Abschicken werden 29 Euro fällig.

  • App Nummer 3: Steuerbot

Diese Anwendung ist ziemlich neu auf dem Markt und komplett kostenlos. Dabei unterhält man sich mit einem Chat-Bot, also mit einem technischen Dialogsystem. Dem übermittelt man alle Daten für die Steuererklärung. Das funktioniert einfach und unkompliziert.

Steuer-App Fazit:

Mann im Anzug sitzt mit Laptop und Smartphone im Biergarten

Mit links lässt sich die Steuererklärung auch per App nicht erledigen.

Alle Apps können bisher nur einfache Steuerfälle bearbeiten. Für Rentner oder Selbstständige zum Beispiel sind sie - zumindest momentan - noch nicht geeignet. Und: Wer seine Steuererklärung mit einer App macht, muss trotzdem am Ende nochmal genau hinschauen: Denn für Fehler haftet jeder selbst und nicht die App-Anbieter. Wichtig ist noch, zu überprüfen, dass die Anwendungen unsere Daten verschlüsselt übertragen und die Apps über deutsche Server laufen.