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SENDETERMIN Di, 2.10.2018 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Äpfel Das gesunde Lieblingsobst der Deutschen

Äpfel enthalten viele Vitamine und sind gut für die Zähne. Wir haben Tipps zu Einkauf, Lagerung und Zubereitung zusammengestellt.

Warum Äpfel gesund sind

Der Apfel ist ein richtiges Gesundheitspaket: Er enthält die Vitamine B, C und E, Kalium, Natrium, Magnesium, Calcium und Eisen. Besonders bekömmlich ist der Ballaststoff Pektin: der sättigt lange und fördert die Verdauung. Dabei besteht der Apfel zu 85 Prozent aus Wasser und hat durchschnittlich nur rund 60 Kilokalorien.

Schale gerne mitverzehren - Kerne besser im Ganzen runterschlucken

70 Prozent der Vitamine und Nährstoffe stecken in und unter der Schale. Wer diese entfernt, schält also einen Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe weg. Auch das Kerngehäuse ist nährwertreich. Es enthält unter anderem Jod und das ist wichtig für die Schilddrüse.

Viele verschiedene Apfelsorten gibt es am Bodensee

In der Schale und im Kerngehäuse stecken die meisten Nährstoffe.

Aber Vorsicht! Kerne nicht zerkauen, sondern herunterschlucken. Der in den Kernen enthaltene Bitterstoff Amygdalin wird im Körper zu Blausäure umgewandelt und die kann in großen Mengen zu Magen- und Darmbeschwerden führen.

Äpfel reinigen die Zähne

Der Apfel hat einen positiven Effekt auf unsere Zähne. Das knackige, feste Fruchtfleisch trainiert Zahn und Zahnfleisch. Fruchtsäure und Ballaststoffe haben zudem einen reinigenden Effekt. Gröberer Zahnbeleg wird entfernt. Äpfel ersetzen aber nicht das gründliche Zähneputzen.

Boskop-Äpfel

Boskop-Äpfel werden von Allergikern häufig besser vertragen.

Was tun bei Apfelallergie?

Menschen, die allergisch auf Birken-, Haselnuss- und Erlenpollen reagieren, haben auch häufig Probleme mit Äpfeln. Oftmals werden ältere Sorten wie "Berlepsch", "Boskop" oder "Rubinette" von Allergikern besser vertragen. Es gibt auch Neuzüchtungen wie "Santana", auf die nur wenige allergisch reagieren.

Wer nicht ganz sicher ist, ob er einen bestimmten Apfel verträgt, kann zunächst einen Lippentest machen. Dazu die Lippen an die Schale halten. Wenn eine Reaktion ausbleibt, kann der Apfel mit Vorsicht verzehrt werden.

Beim Kochen werden die Allergene übrigens zerstört und auch geriebene Äpfel sind besser verträglich.

Einkauf

  • Ein vertrockneter Stiel, Druckstellen und eine runzelige Schale weisen auf einen älteren, beziehungsweise falsch gelagerten Apfel hin.
  • Gibt der Apfel nach, ist er schon etwas älter und schmeckt mehlig.
  • Die Schale von frischen Äpfeln ist unbeschädigt, fest und hat keine Druckstellen.

Lagerung

  • Äpfel lieber nicht bei Zimmertemperatur lagern, dort reifen sie bis zu zehn Mal schneller nach.
  • Äpfel gehören nicht in die Obstschale, denn sie verströmen Ethylen, ein Gas, das für die Reifung von Obst und Gemüse verantwortlich ist. Sie sollten deswegen abseits von anderen Früchten gelagert werden. Es gibt aber auch ethylen-unempfindliche Gemüse- und Obstsorten. Das sind zum Beispiel Blattgemüse, Lauch und Pilze.
  • Kühl, dunkel und sauerstoffarm lagern. Dafür eignet sich besonders der Keller. Alternativ können Äpfel auch im Kühlschrank gelagert werden. Am besten in einen Plastikbeutel mit kleinen Luftlöchern, so kann das Ethylen abziehen und die Äpfel reifen langsamer.

Zubereitung

  • Fast alle Apfelsorten bilden eine natürliche Wachsschicht, die die Frucht vor Austrocknung und Insektenbefall schützen soll. In Deutschland werden Äpfel nicht zusätzlich gewachst, für Bio-Ware ist dies auch nicht zugelassen. In einigen Fällen sind Import-Äpfel zusätzlich gewachst mit Bienenwachs, Candelillawachs, Carnaubawachs oder Schellack. Dies muss ausgewiesen werden. Um die Wachsschicht und die möglichen Pflanzenmittelrückstände zu entfernen, den Apfel mit warmem, beziehungsweise heißem Wasser waschen und anschließend mit einem Tuch gründlich abreiben.
  • In der Küche gilt folgende Regel: Gegensätze ziehen sich an. Für süße Speisen wie Kompott, Pfannkuchen oder Apfelkuchen eignen sich säuerliche Äpfel. Für herzhafte Gerichte wie zum Beispiel gebratene Leber sollte man lieber süßliche Sorten verwenden.

Rezepte mit Äpfeln

Der Text gibt den Stand zum Sendungsdatum wieder.

Filmautorinnen: Sabine Paertmann und Ina Schütz
© SWR Marktcheck