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10. Geburtstag der Kryptowährung Klugscheißer-Wissen zu Bitcoins

Die Kryptowährung Bitcoin ist für viele immer noch ein Mysterium - auch wenn es die virtuelle Währung schon seit zehn Jahren gibt und fast jeder sie kennt. Diese fünf Dinge sollten Sie über das digitale Geld wissen.

Bitcoin selbst gelten als fälschungssicher, allerdings können Börsen gehackt werden.

Bitcoins selbst gelten als fälschungssicher, allerdings können Börsen gehackt werden.

Am 1. November 2008 tauchte im Internet ein Dokument auf, in dem auf acht Seiten sämtliche Grundlagen und Formeln für sogenannte Kryptowährungen beschrieben wurden - auch für Bitcoin. Keine Bank, keine Scheine, keine Münzen, alles rein digital. Inzwischen akzeptieren einige Unternehmen, Fluglinien oder Online-Händler Bitcoins als offizielles Zahlungsmittel. Fünf Fakten über die bekannteste digitale Währung der Welt.

Wer hat die Bitcoins erfunden?

Zwar stand der Name Satoshi Nakamoto vor zehn Jahren unter dem Papier. Aber schnell hat sich herausgestellt - das ist nur ein Pseudonym. Wer sich dahinter verbirgt, ist bis heute ein Geheimnis. Die häufigste Erklärung: Es müssen mehrere Menschen an so einem komplizierten System beteiligt gewesen sein, also eine Gruppe aus Mathematikern und Programmierern.

Virtueller Bankraub

Um Bitcoins zu erzeugen, ist eine enorme Rechenleistung notwendig.

Um Bitcoins zu erzeugen, ist eine enorme Rechenleistung notwendig.

Ein Bitcoin selbst ist zwar durch eine entsprechende Signatur relativ fälschungssicher. Jede Transaktion wird außerdem dokumentiert.

Aber die Handelsplattformen im Internet können gehackt werden. Im Jahr 2014 ist das in Japan passiert, der bisher größte Bitcoin-Einzelklau der Geschichte. Schaden: eine halbe Milliarde Dollar.



Stromverbrauch für Bitcoins steigt ständig

Neue Bitcoins entstehen durch Rechenleistung. Je mehr Bitcoins produziert werden, desto komplizierter die Berechnung. Rechenzentren verbrauchen dafür gigantische Mengen an Strom - bis Ende des Jahres 2018 schätzungsweise mehr als die gesamte Schweiz.

Kursexplosion der Kryptowährung ohne Gegenwert

Wer vor ein paar Jahren 100 Bitcoins für ein paar Cent gekauft und im Dezember 2017 wieder verkauft hätte, wäre Millionär. Der Hype und die damit verbundenen Spekulationen haben den Preis zwischenzeitlich auf knapp 17.000 Euro pro Stück hochgetrieben, ohne realen Gegenwert. Experten warnen deshalb Privatanleger davor, zu investieren, weil die Schwankungen so extrem sind.

Bitcoins im Müll für immer verloren

Auch in manchen Restaurants werden Bitcoins seit Jahren akzeptiert - ein gängiges Zahlungsmittel sind sie aber nicht.

Auch in manchen Restaurants werden Bitcoins seit Jahren akzeptiert - ein gängiges Zahlungsmittel sind sie aber nicht.

Ein paar Millionen Bitcoins sind vermutlich auf dem Müll gelandet. Am Anfang, als ein Bitcoin noch nichts wert war, sind viele sorglos damit umgegangen.

Teuerstes Beispiel: Ein walisischer Informatiker entsorgte vor Jahren seine Laptopfestplatte mit 7.500 Bitcoins, Wert inzwischen: bis zu 100 Millionen Euro. Der Mann versucht bis heute, eine Genehmigung zum Durchsuchen der örtlichen Müllkippe zu bekommen.

Autor: Michael Wegmer, SWR Aktuelle Wirtschaft / Online: Jutta Kaiser