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SENDETERMIN Mo, 3.6.2019 | 10:30 Uhr | SWR Fernsehen

Länder - Menschen - Abenteuer Beruf Tierfilmer - Mark Shelley in Kalifornien

Seit Jahren engagiert sich Mark Shelley für einen Bewusstseinswandel im Umgang mit den Ressourcen. So auch in seiner jüngsten Arbeit über den in Kalifornien stark gefährdeten Seeotter.

Die Dokumentation begleitet Mark Shelley bei seinen Dreharbeiten und zeigt, wie er seine Visionen auch im privaten Umfeld umzusetzen versucht.

Der 60-jährige Kalifornier Mark Shelley hat das Image eines Öko-Rebellen. Sicher, weil er in den USA als einer der Ersten im oft verklärenden Tierfilm-Genre ökologische Bewusstseinsbildung betrieb. In seinem vorläufig letzten Projekt beschäftigt er sich mit den in der Nähe seines Wohnorts lebenden, stark gefährdeten Seeottern. Er gibt Einblick in das Rehabilitationsprogramm des Monterey Bay Aquariums, das verletzte Otter und verwaiste Otterbabys aufpäppelt und auf ihre Auswilderung vorbereitet. Erst bei der Auswilderung zeigt sich dann, ob sie in Freiheit überlebensfähig sind und wieder selbständig Nahrung finden können.

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Beruf Tierfilmer - Mark Shelley in Kalifornien

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Seeotter haben das dickste Fell im ganzen Tierreich. Über 100.000 Haare pro Quadratzentimeter. So bleiben sie im kalten Wasser warm. Deswegen wurden sie im 19. Jahrhundert
fast bis zur Ausrottung gejagt.

Seeotter haben das dickste Fell im ganzen Tierreich. Über 100.000 Haare pro Quadratzentimeter. So bleiben sie im kalten Wasser warm. Deswegen wurden sie im 19. Jahrhundert
fast bis zur Ausrottung gejagt.

Braunpelikane leben an der Ost- und Westküste der USA. Unter den Pelikanarten sind sie die Kleinsten.

Dreharbeiten mit Mark und Lucy Shelley.

Kondore - Die Tiere sind sehr selten in Kalifornien. Sie wurden vor ein paar Jahren hier wieder eingeführt und ausgewildert.

Seeotter wurden lange gejagt. Heute stehen sie unter besonderem Schutz.

Ein Seeotter im Monterey Bay Aquarium. Dort werden verletzte oder verwaiste Tiere wieder aufgepäppelt.

Ein kalifornischer Seeotter im Monterey Bay Aquarium.

Wann immer Mark Shelley kann, nutzt er seine freie Zeit, um gemeinsam mit Tochter Lucy den Reichtum der Natur in ihrer Umgebung zu erkunden.

Für Shelley wird der Film jedoch zur Zerreißprobe: Als Filmemacher sieht er zwar seine aufklärende und bewusstseinsschaffende Funktion, ist sich aber gleichzeitig im Klaren, dass er mit seinen Bildern den Lebensraum der Tiere preisgibt und sie damit erneut gefährdet. So reift während der Dreharbeiten seine Entscheidung, aus dem Filmgewerbe auszusteigen. In das Porträt des Tierfilmers fließt auch seine Beziehung zu seiner 15-jährigen Tochter ein. Der Kalifornier möchte den Teenager für die Tierwelt seiner Heimat begeistern und für die Verantwortung der Menschheit für den Planeten sensibilisieren. In persönlicher Konsequenz heißt es für ihn, eine eigene Landwirtschaft aufzubauen, nämlich auf der Basis von nachhaltiger Lebensmittelproduktion und Selbstversorgung.

Sendung vom

Mo, 3.6.2019 | 10:30 Uhr

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