Bitte warten...

SENDETERMIN Mi, 26.6.2019 | 15:15 Uhr | SWR Fernsehen

Südtirol - Zwischen Brenner und Bozen

Südtirol ist die nördlichste Provinz des Landes. Das Tal zwischen Brenner und Bozen ist seit jeher Durchgangsland, flankiert von zahlreichen Burgen.

Es besticht mit Kleinstädten voller Flair, wie der Domstadt Brixen. Hoch über dem Tal steht die Schutzhütte Latzfonser Kreuz, von der sich ein beeindruckender Blick auf die Dolomiten bietet. Sie ist zugleich der höchstgelegene Wallfahrtsort Südtirols.

Die Dokumentation begleitet die Wirtsfamilie eine Saison lang bei der Arbeit. Tochter Tamara ist Bergsteigerin und macht diesen Sommer eine Expedition auf den K2, den zweithöchsten Berg der Welt.

1/1

Südtirol - Zwischen Brenner und Bozen

In Detailansicht öffnen

Bergsteigerin Tamara Lunger verbringt den Sommer mit ihren Eltern oben auf dem Berg. Sie bewirtschaften das Schutzhaus Latzfonser Kreuz.

Bergsteigerin Tamara Lunger verbringt den Sommer mit ihren Eltern oben auf dem Berg. Sie bewirtschaften das Schutzhaus Latzfonser Kreuz.

Tamara Lunger liebt Extreme. Sie war Weltmeisterin im Skibergsteigen, hat an Transalpinläufen teilgenommen und macht nun als Bergsteigerin Karriere.

Das Latzfonser Kreuz ist der höchstgelegene Wallfahrtsort Südtirols. Jedes Jahr am dritten Samstag im Juni wird am Latzfonser Kreuz der „Schwarze Herrgott“ erwartet. Um fünf Uhr früh beginnt im Tal die Prozession. Gut sieben Stunden Fußmarsch sind es bis zur Kirche. Oben wird das Bild aufgestellt, es soll die Menschen vor Unwetter schützen.
 

Das Latzfonser Kreuz liegt hoch über dem Eisacktal, das sich vom Brenner bis nach Bozen erstreckt und eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Nord- und Südeuropa ist.

Marende ist ein Südtiroler Begriff für eine Zwischenmahlzeit. Speck, Käse, Brot und Wurst werden auf einer Holzplatte serviert.

Norbert Öttl war Tischler bevor er als Fotomodell entdeckt wurde. Heute macht er sich auch als Designer einen Namen.

Handtaschen aus dem Werkstoff Holz sind die Idee des Südtirolers Norbert Öttl. Der gelernte Tischler wurde als Model entdeckt und kam durch die Berührung mit der Modeindustrie auf die Idee, aus Holz modische Taschen herzustellen.

Als Kulisse für Werbefotos hat sich Norbert Öttl die Trostburg ausgesucht. Seine Taschen verkauft er über das Internet und Messen.

Die Heuernte im Sommer hat sich nur teilweise gewandelt. An steilen Hängen muss das Gras immer noch manuell gewendet werden.

Die Trostburg im Eisacktal ist eine von zahlreichen Burgen in Südtirol. Von den Burgen aus wurden die Handelswege nach Nord und Süd kontrolliert.

Die Trostburg im Eisacktal ist eine der wenigen, die bis heute bewohnt ist. Terese Gröber hat fast ihr ganzes Leben auf der Burg verbracht. Ihre Eltern, Großeltern und Urgroßeltern arbeiteten als Bauern im Dienst der Grafenfamilie. Als Magd war sie die Vertraute der letzten Burgherrin.

Die Gletschermumie Ötzi wird immer noch wissenschaftlich untersucht.

In einer Kühlzelle imitieren die Wissenschaftler die Bedingungen des Gletschers, in dem Ötzi mehr als fünftausend Jahre lag. Die Mumie ist von einer hauchdünnen Eisschicht umgeben. Mit sterilem Wasser muss sie alle drei Monate aufgefrischt werden, damit das Gewebe dauerhaft geschützt bleibt.

Außerdem zeigt der Film den Neubau einer Schutzhütte, deren moderne Architektur für Aufsehen sorgt; er führt zur Baustelle des Brennerbasistunnels; besucht eine Frau, die ihr Leben einer mächtigen Burg widmet; stellt einen innovativen Tischler vor, der Handtaschen aus Holz produziert und schaut dem Leibarzt der Gletschermumie Ötzi über die Schulter.