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SENDETERMIN Do, 24.10.2019 | 3:15 Uhr | 3sat

Die Balearischen Inseln: Mallorca und Menorca

Mallorca und Menorca werden oft mit zwei ungleichen Schwestern verglichen: Die eine schillernd und spektakulär, die andere zurückhaltend und charmant. Eines jedoch haben beide gemeinsam: Mallorquiner und Menorquiner zeigen sich unbeeindruckt vom Tourismus und legen großen Wert auf ihre katalanische Identität.

In Petra, einem malerischen Ort mit Häusern aus goldbraunem Bruchstein, übt die zehnjährige Margalida den "Ball de bot", einen alten balearischen Volkstanz. Die Trachten sind selbst genäht, die Musik wird auf traditionellen Instrumenten gespielt, doch haftet dem "Ball de bot" nichts Verstaubtes an. Er ist für jede Generation von Mallorquinern wieder frisch und modern. Die Familie Gordiola fertigt in ihrer Glasbläserei noch jedes Stück nach altem Verfahren an. Der junge Glasbläser Pep zaubert nach über zehn Jahren Lehre heute kunstvolle Vasen, Gläser und Figuren.

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Die Balearischen Inseln: Mallorca und Menorca

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Jährlich kommen acht bis zehn Millionen Touristen nach Mallorca. Die Kathedrale La Seu in der Hauptstadt Palma de Mallorca ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Insel.

Jährlich kommen acht bis zehn Millionen Touristen nach Mallorca. Die Kathedrale La Seu in der Hauptstadt Palma de Mallorca ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Insel.

Toni de Cuber lässt sich von seiner Heimat inspirieren. Die Fundstücke seiner Spaziergänge – sie enthalten unter anderem römische Scherben und abgestorbenes Gehölz - ordnet er zu dreidimensionalen Wandgemälden an.

In einer alten Seifenfabrik unterhält der Künstler Toni de Cuber sein Atelier. Zum Gesamtkunstwerk seines Lebens gehören auch Tonis Lieblingstiere, die Esel, die dafür sorgen, dass die Wege nicht zuwuchern.

Die Wallfahrtskirche "Bonany" steht hoch über dem Städtchen Petra. Die Bewohner bauten sie der Jungfrau Maria zum Dank für ein besonders fruchtbares Jahr.

Sie freuen sich auf ihre Tanzvorführung: drei Monate lang haben die Mädchen einen Tanz geübt, den die Mallorquiner seit Jahrhunderten bei Dorffesten aufführen: Den "Ball de Bot".

Die kleinen Mädchen aus Petra sind sehr stolz auf ihre schöne Tracht. Die Kleidung wird von den Müttern von Hand genäht. Eine Tradition, die in jeder Generation weitergegeben wird.

Fernab der Touristenzentren zeigt sich ein anderes, unbekanntes Mallorca. Im Inneren prägt die Landwirtschaft das Bild der Insel.

Einsame Höfe und die Kornfelder der zentralen Ebene "Es Pla" sind die Postkartenmotive des Hinterlandes.

Die Bewohner von Menorca sind stolz auf die eigene Pferderasse, die schwarzen Menorquiner. Sie eignen sich gut zur Dressur, weil sie feine Bewegungen beherrschen. Weltweit gibt es nur rund 2500 Exemplare.

Mallorca war lange ein Zentrum der Glasbläserkunst. Die Familie Gordiola pflegt das alte Handwerk in ihren Werkstätten bis heute: Kleine Figuren, Vasen, Pokale und Gläser – noch immer entsteht alles ohne den Einsatz von Maschinen.

Der Grundstoff von Glas ist farbiger Quarzsand. Bei einer Temperatur von 1200 Grad wird er im Ofen geschmolzen und als zäher Klumpen an einem langen Stahlrohr herausgeholt. Das flüssige Glas zu beherrschen ist eine Kunst, die auch viel Kraft erfordert.


Im Gebirge "Serra de Tramuntana" verfüttert der Tierschützer Juan José Sánchez ein verendetes Schaf an Mönchsgeier. Die beeindruckenden Vögel sind vom Aussterben bedroht, die letzte Inselpopulation der Welt lebt auf Mallorca. Für die junge Extremsportlerin Katiana Torrebella sind die steilen, einsamen Straßen des Gebirges ideale Trainingsstrecken: Im Winter brettert sie mit über 50 Sachen auf einem überlangen Skateboard die Serpentinen hinab.

Auf Menorca ist ein Archäologenteam bei der Arbeit - an Land und unter Wasser. Die Insel wurde im Laufe der Geschichte immer wieder von wechselnden Kulturen erobert ist somit ein Eldorado für Altertumsforscher wie Fernando Contreras. Der Film begleitet ihn und seine Mitarbeiter bei der Freilegung einer römischen Basilika und einer frühchristlichen Grabstätte.

Heute ist die Pferdezucht der vielleicht größte Schatz Menorcas. Das Gestüt der Familie Marques hat mit seinen Dressurpferden viele internationale Preise gewonnen. Vater und Tochter genießen jedoch am meisten den Ausritt auf dem "Camí de Cavalls", einem alten Patrouillenweg, der rund um die Insel führt.

Longboardsportlerin Katiana mit ihrem Skateboard

Katiana Torrebella liebt das Fahren auf dem Longboard

Mann mit kleinem Knochen  in der Hand

Archäologe Fernando Contreras mit Fundstück.