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SENDETERMIN Mi, 7.11.2018 | 16:20 Uhr | 3sat

Inseln des Mittelmeeres - Sardinien

Barbarenland und Smaragdküste

In der Barbagia, dem Barbarenland, schlägt noch das ursprüngliche Herz Sardiniens. Den meisten Besuchern, die vor allem wegen der kilometerlangen Strände auf die Mittelmeerinsel kommen, ist das Hinterland Sardiniens unbekannt. Hier zeigt sich die Insel von ihrer urwüchsigen und ungezähmten Seite.

Es ist eine wildromantische Landschaft. Sanfte Hügel wechseln sich ab mit bizarren Granitfelsen dann wieder weite Ebenen.

Überall liegt der Duft von Macchia aus Immortelle, Ginster, Myrte, Thymian, Rosmarin und Wacholdersträuchern in der Luft. Bis über 1.800 Meter erheben sich die Berge.

Grünes Meer - Grauer Fels

Der Gegensatz zum bekanntesten Küstenstreifen Sardiniens, der Costa Smeralda, könnte nicht größer sein, wo weiße Sandstrände, verschwiegene Buchten und immer wieder das smaragdgrüne Meer die Insel prägen.


Die Zeit ist im Hinterland Sardiniens keineswegs stehen geblieben - neue Häuser, Geschäfte und Straßen haben das Gesicht verändert - der Touristenlärm von der Küste dringt aber nur als schwaches Echo in die Bergtäler.

Viele Frauen sind noch traditionell schwarz gekleidet und tragen Kopftücher. Die Menschen begegnen mit Zurückhaltung dem, was sich an den Küsten abspielt.

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Inseln des Mittelmeeres - Sardinien

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Sardinien zeigt sich im Hinterland von seiner urwüchsigen und ungezähmten Seite. Es ist eine wildromantische Landschaft. Sanfte Hügel wechseln sich ab mit bizarren Granitfelsen; dann wieder weite, scheinbar endlose Ebenen. Die Berge erheben sich bis zu einer Höhe von 1800 Metern.

Sardinien zeigt sich im Hinterland von seiner urwüchsigen und ungezähmten Seite. Es ist eine wildromantische Landschaft. Sanfte Hügel wechseln sich ab mit bizarren Granitfelsen; dann wieder weite, scheinbar endlose Ebenen. Die Berge erheben sich bis zu einer Höhe von 1800 Metern.

Bizarre Felsformationen aus Granit sind typisch für die sardische Küste. Sie tragen bei zur wildromantischen Schönheit der Insel.

In den abgeschiedenen Bergdörfern im Hinterland Sardiniens ist der Glaube tief verwurzelt. Gottesdienste und Kirchenfeste spielen in den Dörfern eine große Rolle. Zum Fest der Madonna della Consolata gibt es nicht nur eine Prozession, sondern auch ein großes Festessen.

Nirgendwo in Europa wird soviel Kork produziert wie auf Sardinien, denn es gibt große Korkeichenwälder. Die Korkeichen werden nur alle 9-12 Jahre geschält. Korkschäler ist ein richtiger Beruf. Die abgeschälte Rinde wird zu Flaschenkorken und Bodenbelägen weiterverarbeitet.

Als arme Schneiderin begann Anna Grindi mit Korkpapier zu experimentieren. Heute hat sie eine Stoff entwickelt, dessen Basis Kork ist. Anna entwirft selbst Kleider aus Kork. Zwar hat sie schon einige internationale Anerkennung erfahren, doch der große Durchbruch ist ihr noch nicht gelungen.

Nur 20 Kilometer vom Meer entfernt ist Orune doch ein richtiges Bergdorf. Hier wird noch sardisches Brauchtum gelebt und gepflegt. In den Bergen ist Arbeit rar. Viele Männer arbeiten saisonal für die Korkindustrie. Einmal im Jahr feiert Orune das Fest der Madonna della Consolata. Dann ist das ganze Dorf auf den Beinen.

Die Costa Smeralda liegt im Nordosten der Insel. Die Farbe des Meeres gab ihr den Namen, kleine vorgelagerte Inseln, bizarre Klippen und zahlreiche Buchten, die zum Baden einladen, sind ihr Markenzeichen. Heute gehen hier gerne die Yachten der Schönen und Reichen vor Anker.

Von Trost und Frömmigkeit

In Orune, einem abgelegenen Bergdorf, werden die Traditionen noch gelebt. Das Fest der Madonna della Consolata, die den Menschen Trost spenden soll, wird gefeiert. Auf der von Armut geprägten Insel gehörten Familienfehden und Blutrache viele Jahrhunderte zum Alltag. Kirchenfeste versöhnten die Menschen miteinander.

Kork - die Haut des Baumes

Der Film zeichnet ein Porträt von Sardiniens Hinterland und seinen Menschen. Er begibt sich aber auch an die einmaligen Küsten der zweitgrößten Insel im Mittelmeer. Er begegnet Hirten, Fischern, Korkschälern, Archäologen und einer Schneiderin, der es gelungen ist, aus Kork Stoff zu machen, um daraus extravagante Kleider zu kreieren. Im Mittelpunkt steht das Fest der Madonna della Consolata.


Sendung vom

Mi, 7.11.2018 | 16:20 Uhr

3sat

Sendezeit

Montag und Dienstag, 15.15 Uhr und Montag 10.30 Uhr

im SWR Fernsehen