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SENDETERMIN Mo, 16.4.2018 | 16:15 Uhr | 3sat

Die Kanarischen Inseln: Gran Canaria und La Gomera

Drei Millionen Menschen machen jedes Jahr Urlaub auf Gran Canaria, allein Maspalomas hält hunderttausend Betten für die Besucher parat. Dennoch findet man im Süden und im Inselinneren immer noch verträumte Dörfer und fast unbewohnte Täler, das unbekannte Gran Canaria.

Zwei Fotografen hintereinander sitzend

Miguel Ángel Peña liebt es Tiere zu beobachten

In Maspalomas brüten in der Charca, einem erst vor kurzem angelegten Süßwassertümpel, inzwischen wieder seltene Wasservögel. Der Film begleitet den Leiter der Umweltbehörde von Gran Canaria, wenn er früh morgens am Rande der Charca in Tarnkleidung Teichhühner fotografiert. Das ist sein Hobby. Seine große Sorge aber gilt den zunehmenden Stürmen, die bewirken, dass immer mehr Dünensand ins Meer getragen wird.

Was kann getan werden, um die Dünen von Maspalomas zu retten? Am Stadtstrand von Las Palmas, in Las Canteras, trainiert regelmäßig eine der besten Lucha-Canaria-Kämpferinnen der Kanaren, Soledad Guerra. Sie schafft es, sogar einen 110-Kilo-Mann aufs Kreuz zu legen.

In der Altstadt von Las Palmas, in La Vegueta, hat die junge preisgekrönte Modedesignerin Aurelia Gil ihr Atelier. Im verträumten Dorf Tejeda verrät die Zuckerbäckerin Rosa Marí Medina Vega das Rezept für ihre berühmte Mandeltorte, und in Galdár erzählt eine Archäologin, woran die Ureinwohner, die Guanchen, einst glaubten.

La Gomera ist die kleine Schwester von Gran Canaria. Wer hier lebt und arbeitet, hat sich für ein Leben in Muße entschieden. So wie der Schuhmacher Domingo, der aus einem Hobby seinen Beruf machte.


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Urlaubsträume

Die Kanarischen Inseln: Gran Canaria und La Gomera

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Oberhalb von Tejeda hat man die Vulkanfelsen Los Roques im Blick.

Oberhalb von Tejeda hat man die Vulkanfelsen Los Roques im Blick.

Fabián Moras und seine Familie bauen seit Generationen Bananen an. Gomerische Bananen zeichnen sich durch eine besondere Süße aus.

Juan Manuel versteht das Pfeifen. Er ist El Silbo-Lehrer auf La Gomera. Mit El Silbo konnten die Gomeros immer über Talschluchten hinweg kommunizieren, auch in Zeiten von Diktatur und Besatzung.

Auf La Gomera wachsen mehr Palmen als auf allen anderen kanarischen Inseln zusammen. Die Gomeros nutzen die Bäume für eine regionale Spezialität, den Palmhonig.

Guarapo heißt der süße Palmensaft. Morgens kurz nach Sonnenaufgang, wird die kostbare Flüssigkeit eingesammelt. Bis zu 2000 Liter Guarapo gibt eine Palme von Januar bis Juni. Unser Filmteam ist bei der Ernte dabei.

Vueltas ist das alte Hafenviertel des Valle Gran Rey auf Gomera. Ein beliebtes Vergnügungsziel für Touristen.

In der Altstadt La Palmas hat Aurelia Gil ihr Modeatelier. Einmal jährlich stellt sie ihre Entwürfe in einer Show vor. Ein Ereignis, dem viele Sonderschichten vorweg gehen. Der gelbe Federnumhang ist Aurelias persönliches Lieblingsstück in der aktuellen Kollektion.

Fischknochen sind das Spezialgebiet von Carmen, der gebürtigen Kanarierin und studierten Archäologin. Aus den Fischknöchelchen kann Carmen Welten erstehen lassen. Lange hatte man gedacht, dass die Bergbewohner hauptsächlich von Ackerbau und Viehzucht lebten. Carmen konnte nachweisen, dass sie sich auch aus dem Meer ernährten.

In der Mandelbäckerei hat Rosa Mari das Sagen. Tausende Kuchen entstehen pro Woche mit dem Gütesiegel „Mazapán de Tejeda“. Das Rezept sollen einst die Araber nach Gran Canaria gebracht haben.

In den Dünen von Maspalomas verbringt Umweltschützer Miguel Ángel Peña seine Freizeit. Das stille Beobachten der Tiere ist für ihn Erholung pur.

Der Film zeigt, wie Kinder die gomerische Pfeifsprache El Silbo erlernen. Er stellt den zauberhaften Nationalpark Garajonay vor und den besten Koch der Insel, der ein ganzes Menü aus Bananen zaubert. Der Zuschauer erfährt, wie Palmhonig ökologisch korrekt hergestellt wird, und warum man bei seiner Herstellung schwindelfrei sein muss.