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SENDETERMIN So, 12.8.2018 | 14:05 Uhr | 3sat

Im Bann der Pferde - Island

Im Norden Islands lebt Islandpferdezüchter Garðarsson mit seiner Familie. Zusammen mit seinem 13-jährigen Sohn hat er einen Plan: einen Ritt vom ewigen Eis der Gletscher zurück bis an die Küste.

Island ist das Sehnsuchtsziel im Norden. Die größte Vulkaninsel der Welt ist bekannt für eine grandiose Landschaft, für ihre Geysire und Gletscher. Aber noch berühmter ist sie für ihre Pferde.

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Im Bann der Pferde - Island

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Für den 13-jährigen Haukur Marian ist sein Vater ein großes Vorbild. In den Sommerferien begleitet er ihn, wenn er mit der Pferdeherde unterwegs ist.

Für den 13-jährigen Haukur Marian ist sein Vater ein großes Vorbild. In den Sommerferien begleitet er ihn, wenn er mit der Pferdeherde unterwegs ist.

Ohne die Island-Pferde wäre die Besiedelung der unwirtlichen Insel am Polarkreis nicht möglich gewesen. Die Steinwüsten des Landesinneren sind zu weitläufig, als dass sie sich zu Fuß durchqueren ließen.

Der 13-jährige Haukur Marian hat schon früh reiten gelernt. Sein größter Traum erfüllt sich: er darf bei einer anspruchsvollen Strecke mitreiten.

Im Herzen des isländischen Hochlands, zwischen den Gletschern Langjökull und Hofsjökull, zwei mächtigen eisbedeckten Schildvulkanen - ein Landschaft voller Einsamkeit und Mythen.

Unser Kameramann Richard Ladkani genießt das Glück auf dem Rücken der Pferde.

Island ist eine Insel von archaischer Schönheit. Weite Teile sind unberührt. Wasserfälle, Geysire und Gletscher prägen die Landschaft.

Der Myvatn See im Norden Islands: während der Sommermonate wird es nie richtig dunkel in Island. Die Tage haben weder Anfang noch Ende, sie gehen nahtlos ineinander über.

Islandpferde gelten als die spritzigsten und zugleich ausdauerndsten in ganz Europa. In stürmischem Stakkato tölten sie über Mooskissen und Lavagestein. Unerschrocken ziehen sie durch Flüsse, über Gletscher und Geröllfelder.

Islandpferde - Lieblinge der Götter

In der nordischen Mythologie kommen die Rösser gleich nach den Recken. Was wäre Siefgried ohne sein Pferd Grani, was Odin ohne Sleipnir. Selbst die Sonne käme nicht vom Fleck, zögen nicht "Frühwach" und "Allgeschwind" ihren Wagen.

Von Beginn der Kolonisierung an waren die Isländer derart eng mit ihren Pferden verbunden wie sonst nur die Reitervölker Zentralasiens. Und bis heute ist etwas geblieben von der Liebe zu den Pferden.

Pferdezucht und Tourismus

Auch für Haukur Goroarsson wäre ein Leben ohne seine Pferde undenkbar. Der 34-Jährige lebt mit seiner Familie im Vatnsdalur, einem fruchtbaren Tal im Norden, vier Autostunden von der Hauptstadt Reykjavik entfernt. Haukur Goroarsson betreibt Pferdezucht und bietet Ausritte für Gäste aus aller Welt an. Diesen Sommer hat er einen waghalsigen Plan: einen Ritt vom ewigen Eis der Gletscher zurück bis an die Küste.

Fünf Islandpferde auf Weide

Islandpferde auf dem Hof Hvammur im Vatnsdalur

Ein kurzer Sommer der Freiheit

Der Film aus der Reihe "Im Bann der Pferde" führt mit eindrucksvollen Bildern in die Welt am Rande des Polarkreises und porträtiert Familie Goroarsson bei ihrer Arbeit mit den Pferden. Die Dreharbeiten beginnen im Sommer, wenn die Tage auf Island weder beginnen noch enden, weil es nicht dunkel wird. Jedes Jahr im Juli treibt Haukur einen Großteil der Pferde auf die Hochweiden. Damit folgt er einer jahrhundertealten Tradition.

Drei Monate lang können die Tiere dort in absoluter Freiheit verbringen. Erst im Herbst, wenn im Tal oft schon Schnee liegt, ist "rettir", der Abtrieb der Pferde. Überall im Land werden dann die Tiere wieder zusammengetrieben, gezählt und zu den Heimathöfen gebracht.