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SENDETERMIN Mo, 15.7.2019 | 6:00 Uhr | SWR Fernsehen

Die Bambusflößer von Bangladesch

Erster Teil

Der Film führt in die Tropenwälder im Nordosten Bangladeschs. Eine Welt, von oben gesehen atemberaubend schön, vom Boden aus betrachtet voller Blutegel, Tausendfüßler und Schlangen.

Mann hält Sichel im Mund

Vorarbeiter Liakot bei der Arbeit im Wald.

Für so manchen Tagelöhner, der hier den Bambus schlägt, entpuppt sich der grüne Dschungel als heimtückischer Ort, in dem sogar Geister hausen. So erzählt es der Vorarbeiter Liakot, der für das Wohl und die Nöte mehrerer Dutzend Männer verantwortlich ist. Seit fast 30 Jahren ist er dabei, als kleiner Junge schon von seinem Vater ins Handwerk eingeführt. Mit seinen Leuten fällt Liakot Jahr für Jahr ungezählte Halme, hebt Kanäle aus, baut Dämme, um das Bergwasser zu stauen und den Bambus damit ins Tal zu schiffen.

Am Fluss warten Flößer, die das Holz weitertransportieren. Zunächst jedoch müssen sie die Bambusstangen bündeln und in tagelanger Arbeit zu einem riesigen Floß zusammensetzen. Auf dem Floß werden sie in den nächsten vier Wochen Tag und Nacht verbringen. "Toilette, Badezimmer, Waschküche, alles in einem. Mit dem Wasser kochen wir auch", erzählt einer der Männer und zeigt grinsend in die braunen Fluten. 300 Kilometer Floßgemeinschaft: Piraten und korrupte Polizisten gehören als unwillkommene Besucher dazu.

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Die Bambusflößer von Bangladesch - Teil 1

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Flößer Shriaz beim Bau des Floßes.

Flößer Shriaz beim Bau des Floßes.

Vorarbeiter Shoheed beim Bündeln der Stämme am Kushiyara-Fluss.

Bambusflößer unterwegs auf dem Kushiyara-Fluss.

Vorarbeiter Liakot

Flößer Nuru beim Kochen auf dem Fluss Shurma.

Die Flöße auf dem Fluss Shurma.

Flößer Nuru und Hussain vor der Unterkunft auf dem Floß.

Das Floß unterwegs auf dem großen Fluss Meghna.

Flößer Nuru und Hussain beim Kochen auf dem Floß.

Flößer Shoheed beim Gegensteuern auf dem Fluss Kushiyara.

Der Großhändler Juz-Mia verhandelt mit Einzelhändlern am Telefon.

Flößer Shoheed telefoniert mit seinem Sohn.

Das Floß legt in der Hafenstadt Chatal Para an.

Das Floß wird nach der Ankunft in Boidder Bazar aufgelöst.

Nach dem Verkauf werden die Bündel aus dem Floß herausgelöst.

Ob im Wald oder auf dem Wasser, die Wanderarbeiter und Tagelöhner eint, dass der Bambus sie von zu Hause fortlockt, von den Sorgen ihrer Frauen, mit denen sie, als sie fast noch Kinder waren, verheiratet wurden. Manche wollten sich entziehen, doch die Tradition und der soziale Druck waren mächtiger. So sind das Floß und der Wald ihr zweites Zuhause, ihre Zuflucht, geworden.

Sendung vom

Mo, 15.7.2019 | 6:00 Uhr

SWR Fernsehen

Sendezeit

Montag und Dienstag, 15.15 Uhr und Montag 10.30 Uhr

im SWR Fernsehen