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SENDETERMIN Fr, 20.7.2018 | 11:15 Uhr | SWR Fernsehen

Die Alpen von oben Vom Isartal ins Inntal

Die Alpen sind das bedeutendste Gebirge Europas, und das am besten erschlossene dazu. Über Jahrtausende hinweg entstand eine einzigartige Landschaft, in der Mensch und Natur sich wechselseitig prägten. Gipfel, Täler und Seen; Hochplateaus, bizarre Felsformationen und sanfte Weiden schaffen eine atemberaubende Vielfalt.

Hundeschlittenführer Martin Eigentler

Hundeschlittenführer Martin Eigentler


Die fünfte Folge führt durch das östliche Tirol. Kurz nach Sonnenaufgang ist in Angerberg nur einer unterwegs: Hundeschlittenführer Martin Eigentler, Chef von 24 Huskies. Im Winter nimmt der Europameister mit seinem Schlitten an Rennen in der ganzen Welt teil, im Sommer trainiert er auf einem Rollschlitten.

In der Wildschonau zerreißt lautes Dröhnen die Idylle: Conrad Gruber tüftelt an Boliden, kraftstrotzenden Sportwagen, und erhöht ihre Leistung auf mehr als 800 PS. Die Reise führt weiter in den Nationalpark Hohe Tauern. Auch im Sommer sind die Dreitausender von Schnee und Eis bedeckt. Doch bedingt durch den Klimawandel schmelzen die alpinen Gletscher immer weiter ab. Welche Gefahren drohen, wenn Millionen Liter Schmelzwasser auf ihrem Weg ins Tal Schutt und Geröll mitreisen?

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Alpen-Bildergalerie - Teil 5

"Vom Isartal ins Inntal"

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Martin Eigentler ist einer der erfolgreichsten Hundeschlittenführer Europas, er besitzt 24 Sibirische Huskies. Trainiert wird täglich.

Martin Eigentler ist einer der erfolgreichsten Hundeschlittenführer Europas, er besitzt 24 Sibirische Huskies. Trainiert wird täglich.

Der Achensee ist der größte See Tirols. Taucher haben in dem sauberen Wasser eine Sichtweite von bis zu zehn Metern.

Conrad Gruber baut und tuned Sportwagen. In seiner Werkstatt im Bergdorf Thierau tüftelt er an Kompressoren, Turboladern und Hochleistungskühlern.

In der Wildschönau werden noch 260 Bauernhöfe bewirtschaftet. An den Steilwiesen kommen oft nur handgeführte Erntemaschinen zum Einsatz. Die Landwirtschaft am Berg ist wichtig, weil sie Erdrutsche verhindert.

Im Nationalpark Hohe Tauern finden sich auch im Hochsommer Eis und Schnee, wie hier auf dem Umbalkees. Doch die Alpengletscher sind auf dem Rückzug, schon in wenigen Jahrzehnten könnten sie Geschichte sein.

Die Familie Grassmayr stellt seit 1599 Glocken her. Sechs Stunden lang wird im Schmelzofen eine Legierung aus Kupfer und Zinn erhitzt, auf 1150 Grad. Kevlar-Anzüge schützen die Mitarbeiter vor der extremen Hitze.

In den Tuxer Alpen werden Sherpas aus dem Himalaya als Hüttenwirte ausgebildet, und im Schiefer des Karwendelgebirges bohren Hermann Albrecht und Sohn Bernhard nach kostbarem Steinöl. Die Reise endet in Innsbruck, wo die Gieserei Grassmayr seit 1599 Glocken herstellt.