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SENDETERMIN Do, 26.7.2018 | 11:15 Uhr | SWR Fernsehen

Die Alpen von oben Vom Vinschgau zum Gardasee

Die Alpen sind das bedeutendste Gebirge Europas, und das am besten erschlossene dazu. Über Jahrtausende hinweg entstand eine einzigartige Landschaft, in der Mensch und Natur sich wechselseitig prägten. Gipfel, Täler und Seen; Hochplateaus, bizarre Felsformationen und sanfte Weiden schaffen eine atemberaubende Vielfalt. Italiens Nordalpen sind Ziel der Reise.

Glaziologin Andrea Fischer

Glaziologin Andrea Fischer


Südtirol und das Trentino sind die nördlichsten Provinzen Italiens. Die Reise aus der Vogelperspektive fuhrt vom Vinschgau nördlich von Bozen über die Dolomiten im Osten. Am Berg liegt mancher Bauernhof so hoch, dass erst seit wenigen Jahren eine Straße zu ihm führt. OP-Schwester Astrid Jung verbringt ihre Ferien auf dem Türkhof - als Magd. Und Tierärztin Marion Tartarotti fährt zu den entlegenen Gehöften, um sich um die Tiere zu kümmern, die es nicht in die Klinik ins Tal schaffen.

Am Hochjochferner misst eine Glaziologin die Veränderung der Gletscherwelt. Aus der Luft entdeckt man die Weinberge Südtirols. Elena Walch ist eigentlich gelernte Architektin, doch irgendwann überredete sie ihren Mann, ihr einen Weinberg des Familienguts zu überlassen. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Winzerinnen der Region.

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"Vom Vinschgau zum Gardasee"

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Vor rund 200 Millionen Jahren waren die Dolomiten, hier die Drei Zinnen, noch Korallenriffe. Die Felslandschaft wurde 2009 ins UNESCO Weltnaturerbe aufgenommen.

Vor rund 200 Millionen Jahren waren die Dolomiten, hier die Drei Zinnen, noch Korallenriffe. Die Felslandschaft wurde 2009 ins UNESCO Weltnaturerbe aufgenommen.

Marlene und Elisabeth Schuen und ihre Cousine Maria Moling musizieren auf Ladinisch. "Ganes" heißt ihre Gruppe, der Name bezieht sich auf Fabelwesen, die den ladinischen Sagen entspringen.

In den abgeschiedenen Tälern der Dolomiten lebt man abgeschieden. Daher konnte sich hier Ladinisch erhalten, eine uralte rätoromanische Sprache, die nur noch von rund 30.000 Menschen gesprochen wird.

Lamas stammen eigentlich aus den Anden, sind aber auch in den Alpen anzutreffen. Den Bauern garantieren sie weder Milch noch viel Wolle, dafür aber neugierige Besucher auf dem Hof.

Die Glaziologin Andrea Fischer untersucht das Abschmelzen des Hochjochferners, der auf Südtiroler wie Tiroler Boden liegt. Mit heißem Dampf bohrt sie tief in den Gletscher, anschließend können Messstäbe angebracht werden.

Die Burg Tirol war Stammsitz der Grafen zu Tirol, die dem heute zu Italien gehörenden Südtirol seinen Namen gaben.

Der Gardasee liegt in einem Kessel von bis zu 2000 Meter hohem Fels. Durch das Gestein kühlt die Luft am Gardasee in der Nacht schnell ab, wodurch gute Winde für Segler und Kitesurfer entstehen.

In der Nahe von Pinzolo ist der Naturkundler Filippo Zibordi einer Tierart auf der Spur, die in den Alpen fast überall ausgestorben war und hier wieder angesiedelt wurde: der Braunbär. Weiter südlich liegt der Gardasee, eingefasst von bis zu 2.000 Meter hohen Bergen. Nachts kühlen die vom Tag erhitzten Berge stark ab, dann erwacht der "Vento".

In den Morgenstunden erreicht er bis zu sieben Windstärken, optimale Bedingungen fur Kitesurfer wie Chiara Piccoli.