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SENDETERMIN Mi, 29.5.2019 | 17:45 Uhr | 3sat

Chile - Die Vulkanreiter

Der Riese, den sie bezwingen wollen, liegt in den südchilenischen Anden: Der gletscherbedeckte Krater des Vulkans "Sollipulli" auf 2300 Meter Höhe. Der Krater hat einen Durchmesser von vier Kilometer, die Eisschicht ist sechshundert Meter dick.

Reitertreck oberhalb des Gletschers

Die Einsamkeit der Vulkanberge


Fünf Reiter mit zehn Pferden wagen sich an die Überquerung. Es soll ein extremes Abenteuer für Mensch und Tier werden. Denn "zu Pferd hat es bisher noch keiner geschafft", sagt Mathias Boss, der früher mal KFZ-Mechaniker in Frankfurt am Main war. Heute führt er Touristen zu Pferde über die Anden und durch Vulkankrater. Der Sollipulli aber ist etwas für Experten, die neue Herausforderungen suchen.


Gespannt sitzt Mathias Boss im Sattel, schwindelerregend ist der Blick von dem schmalen Grat in der Nordflanke des Gletschers in die Tiefe. Neben Mathias Boss reiten der deutsche Gletscherspezialist Hans Saler, der argentinische Gaucho Hernán Cipriani und der chilenische Huaso Luís Orias. Werden sie die vier Kilometer schaffen über diese trügerische Eisschicht, unter der ein Vulkan schläft?

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Chile - Die Vulkanreiter

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Über wilde, reißende Gletscherflüsse müssen die Reiter auf dem Weg zum Gletscher Sollipulli in Südchile, nahe der Stadt Pucon.

Über wilde, reißende Gletscherflüsse müssen die Reiter auf dem Weg zum Gletscher Sollipulli in Südchile, nahe der Stadt Pucon.

Flüsse und Pfade führen zum Vulkan Sollipulli.

Aurakanien haben die Bewohner Südchiles diese Region genannt, wegen ihrer ursprünglichen Bäumen Aurakarien. Diese werden 2000 und mehr Jahre alt. Hier wurde für die Filme "Jeressica Park" und "Die Zeit der Dinosaurier" gedreht.

Assado" - Rindfleisch am Spieß: Cowboyromantik auf dem Weg zum Gletscher Sollipulli.

Zum Gletscher Sollipulli führt keine Straße. Auch das SWR Team, hier Kameramann Joachim Krug, muss zu Pferd den Aufstieg auf den Gletscher dokumentieren.

Matthias Boss, früher KFZ Mechaniker aus Darmstadt erfüllt einen Traum nach dem anderen: in Chiles Anden zu leben und nun den Gletscher Sollipulli zu Pferd zu überqueren.

Vor der Reittruppe im Hintergrund der Riese Sollipulli: ein Vulkankrater mit einer Eismasse von 4 Kilometer Durchmesser und 600 Meter Tiefe.

Den Gletscher zu Pferd zu überqueren ist der Traum von Matthias Boss. Werden er und sein Pferd es schaffen?

Der Aufstieg zum Gletscher Sollipulli ist schwer. Wenn oben auf dem Bergkamm in der Nordflanke mit 5 bis 900 Metern Abgründe rechts und links dichter Nebel aufkommt, spüren selbst die Pferde die Gefahr.

Für die Expedition zum Gletscher müssen Packpferde mit: die gesamte Ausrüstung für Übernachtung, Essen, Werkzeuge fürs Eis und die Filmausrüstung.

Der Aufstieg zum Vulkan ist kein Spaziergang. Pferde und Reiter müssen hochkonzentriert sein, um die schmalen Pfade entlang des Kammes zu bewältigen.

Eine große Herausforderung für die Pferde - das Queren der Vulkanfelder.

Oberhalb des Vulkanes erschließt sich für die Reiter die endlose Weite der kargen Vulkanberge.

In Südchile hat sich Matthias Boss einen Lebenstraum erfüllt. Auf seiner Farm bietet er Reittourismus an.

Der Vulkan Villarrica in Südchile ist immer noch aktiv.


Mathias Boss lebt mit seiner chilenischen Frau und den zwei Kindern in einer der schönsten Landschaften Chiles, im Seengebiet von Nordpatagonien, der so genannten "Schweiz Südamerikas", mit Flüssen vor der Haustür und einem feuerspeienden Vulkan im Hinterhof, mit wunderschönen Seen und den ältesten Bäumen der Welt, den Araukarien.


Die Farm der Familie Boss hat für die Nachbarn in der Gegend vieles verändert. Sie beteiligt die Einheimischen aus dem Volk der Mapuche am Tourismus als Lieferanten von Käse, Honig und anderen Lebensmitteln und als Führer durch ihre alte Kultur. So werden die Touren im Sattel von Chile nach Argentinien, durch die Urwälder der zweitausendjährigen Araukarien, auch zu einem Ritt in eine geheimnisvolle uralte Welt voller Überraschungen.

Sendung vom

Mi, 29.5.2019 | 17:45 Uhr

3sat

Sendezeit

Montag und Dienstag, 15.15 Uhr und Montag 10.30 Uhr

im SWR Fernsehen