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Lexikon der Automarken im Südwesten NSU

Grüßten sich Ro 80-Fahrer mit drei ausgestreckten Fingern, hieß das: "Ich hab schon den dritten Motor drin". Bei dem Auto handelte es sich um die spektakuläre NSU-Limousine mit Wankelmotor. Der Ro 80 war der Star der IAA 1967 in Frankfurt, 1968 wurde er zum "Auto des Jahres" gekürt.

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NSU-Modelle in Bildern

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Der NSU Ro 80: Mit seinem 115 PS starken Motor galt er als sehr sportliche Limousine.

Der NSU Ro 80: Mit seinem 115 PS starken Motor galt er als sehr sportliche Limousine.

Aus dem Jahr 1914 stammt dieser NSU 5/15. Bei der "9. Jochpass Memorial & Historic Rallye" 2007 zeigt er nochmal, was er drauf hat und passiert den schneegesäumten Jochpass bei Oberjoch.

Undatierte Aufnahme von der Produktion der Autos Prinz 3 und Prinz 4 in Neckarsulm.

Der NSU autonova GT von 1965

Immer noch fahrtüchtig: Der NSU 1200 TT vor dem Hochkönig-Bergmassiv.

Der NSU 1200 im Crash-Test 1969.

Auf der NSU Delphin III raste Wilhelm Herz 1956 auf einem Salzsee im US-Bundesstaat Utah mit 339 km/h zum Geschwindigkeits-Weltrekord.

DKW-Time am Schottenring: 2010 bot die NSU 500 Kompressor mit ihren 110 PS einen imposanten Anblick.

Ein echtes Markenzeichen

Überhaupt war die Marke NSU Motorenwerke in den 30er bis Ende der 60er Jahre allen Motorbegeisterten ein Begriff. Das in Neckarsulm (daher auch die Abkürzung NSU) ansässige Unternehmen produzierte viele Jahrzehnte lang Fahrräder, Motorräder und Autos. Darunter der NSU Prinz, der NSU Wankel Spider und der NSU TT.

Und eben der Ro 80. Sein revolutionäres Design machte ihn zu einem echten Hingucker. Dank seines Frontantriebs und der ausgewogenen Gewichtsverteilung lag er gut auf der Straße. Der Motor bereitete allerdings Probleme, er war unzuverlässig, die Technik nicht ausgereift. Trotz unermüdlicher Erforschung und Erprobung gelang es NSU nicht, den beschädigten Ruf wiederherzustellen. 1969 erfolgte die Fusion mit Audi. 1985 verschwand der Markenname NSU dann ganz.