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Lexikon der Automarken im Südwesten Champion

Champion hieß der erste gebaute Serien-Nachkriegs-Pkw in Deutschland. Er war einer Pantoffel ähnlicher als einem Auto. Erfunden wurde er von der Zahnradfabrik ZF in Friedrichshafen. Die wollte das Fahrzeug aber nicht herstellen und so ergatterte Hermann Holbein, ein Rennfahrer aus Ulm, die Lizenz.

Ein Fahrzeug der Marke Champion, der Champion war der erste gebaute Serien-Nachkriegs-PKW in Deutschland.

Einer der wenigen verbliebenen Champion-Modelle

1949 begann der Ingenieur mit der Fertigung des Wagens in der elterlichen Garage in Herrlingen bei Ulm. Lichtmaschine, Karosserie, Reifen wurden von renommierten Firmen wir Bosch oder Continental geliefert, der Rest entstand in Eigenregie. Anfangs lief die Nachfrage nach den ersten Champions gar nicht schlecht. Kauflust zeigten vor allem Besitzer des Führerscheins Klasse 4, denn den erhielt man ohne Fahrprüfung.

Eine halbe Portion

Doch mit 4.000 Mark war er so teuer wie ein Käfer, aber nur die halbe Portion davon. Zudem war er nur bis maximal 17 Grad Steigung zugelassen, also nur bedingt tauglich. Holbein gab das Champion-Abenteuer nach nur zwei Jahren wieder auf. Andere, wie etwa die Pfäffinger Motorradschmiede Maico versuchten zwar noch ihr Glück, stellten die Fertigung aber 1958 wieder ein. Heute gibt es nur noch ganz wenige Champions, die von Liebhabern restauriert wurden.

Champion
Ort: Herrlingen bei Ulm und Paderborn
Bauzeit: 1949 - 1951
Leistung: je nach Modell zwischen 5 - 11 PS
Höchstgeschwindigkeit: zwischen 50 - 65 km/h