Bitte warten...

SENDETERMIN Fr, 12.10.2018 | 18:45 Uhr | SWR Fernsehen RP

Wandercheck Hiwweltour Westerberg

Die Tour liegt in Rheinhessen, nicht weit von Ingelheim entfernt. Es ist eine Rundstrecke von 11,3 Kilometern - eine Halbtagestour. Hiwwel ist ein rheinhessischer Mundartbegriff und bedeutet Hügel. Das kleine h weist verlässlich den Weg.

Der Parkplatz am Sportplatz des Ortes ist ein guter Einstieg oder der Nachbarort Schwabenheim.

Natürlich führt die Wanderroute durch Weinberge - das erwartet man in Rheinhessen. Doch die Hiwweltour Westerberg hat weit mehr zu bieten - ein buntes Potpourri an Wegen, Pfaden und Landschaften. Mal geht es durch ein kleines Wäldchen, dann am Flüsschen Selz entlang. Zwischendurch bieten sich immer wieder eindrucksvolle Ausblicke ins Selztal etwa auf Schwabenheim und Ingelheim. Unterm Strich - sehr abwechslungsreich und ungewöhnlich für Rheinhessen.

Natürlich geht es auch bergauf

Bis ganz oben sind es 150 Höhenmeter und die können zwischendurch ganz schön steil sein. Die Wanderoute ist vorbildlich ausgeschildert - praktisch "unverlaufbar". Hilfreich sind auch die Entfernungsangaben, die zeigen wie weit es noch ist. Kleines Manko: auf dem Teilstück durch den Westerberg gibt es aus unserer Sicht zu wenige Bänke, um mal Auszuruhen. Aber der Wanderweg ist ja noch jung. Da wird sich möglicherweise noch was tun.

Das Highlight der Tour sind die Hohlwege

Sie haben sich tief in den Westerberg eingeschnitten und im Laufe der Jahrhunderte sind sie durch starke Regenfälle entstanden. Immer tiefer haben sie sich so in den weichen Lößboden eingefräst - teilweise bis zu 4 Meter tief - verwunschene Pfade, an denen man schon mal die Zeit vergessen kann. Die Hohlwege sind Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere. Sogar ein Dachsbau findet sich hier - den sollte man besser nicht stören. Den Fabelnamen Grimbart trägt der Kollege nicht zu Unrecht.

Schloss Westerhaus

Schloss Westerhaus

Die Tour führt direkt an Schloss Westerhaus vorbei. Heinrich Opel, ein Spross des berühmten Autobauers Adam Opel erwarb das Schloss im Jahr 1900. Seine Nachfahren betreiben heute ein Weingut und ein Pferdegestüt. Das Schloss ist in Privatbesitz. Doch wenn das Holztor offen ist, darf man gerne einen Blick hineinwerfen. Aber bitte nicht klingeln oder Müll hinterlassen. Versteht sich ja eigentlich von selbst. Samstags und nach Voranmeldung hat zudem die Vinothek geöffnet. Dann kann man ein Gläschen probieren - beim Grafen Johannes Schönburg von Glauchau.

Einkehr

Die Eulenmühle

Die Eulenmühle

Direkt am Wanderweg liegt das Gasthaus Eulenmühle. Mehr als 300 Jahre alt ist das Gemäuer. Hier findet sich für jeden Geschmack etwas. Mit etwas Glück bekommt man auf der Gartenterrasse ein Plätzchen. Die Preise sind bodenständig. Besonders am Wochenende empfiehlt es sich zu reservieren. Auch in Schwabenheim gibt es einige Einkehrmöglichkeiten.

 

Werden Sie Wanderchecker
Wenn Sie sich auch mal als Wanderchecker versuchen wollen, bewerben Sie sich, gerne auch als Kleingruppe (bis maximal vier Personen). Wir suchen immer mal wieder nette Leute, die sich für eine Wanderung und die Dreharbeiten einen Tag Zeit nehmen. Wir versprechen Ihnen einen spannenden Wandertag mit einem Redakteur und einem unserer Kamerateams.
Bewerbungen bitte samt einer kurzen Vorstellung über unsere Kontaktseite. (Bitte vergessen Sie Ihre Telefonnummer nicht)

Das könnte sie auch interessieren