Bitte warten...

Wallmenroth

Ein Ortsporträt von Gudrun Fünter

Es gibt sie wieder - die Bärenjagd im Westerwald! Zumindest bei den Feldbogenschützen der Sportfreunde Wallmenroth. Mit Pfeil und Bogen legen 25 Aktive auf Bären, Wölfe und Hirsche an, genauer gesagt auf naturgetreue Nachbildungen des Großwildes.
Die Jagd mit Pfeil und Bogen ist keine Wallmenrother Tradition. Der Outdoor-Sport kam erst in den 80-er Jahren aus den USA nach Deutschland, findet hier aber immer mehr Anhänger.

Die Wallmenrother Sportfreunde haben seit 1995 "den Bogen raus" und feiern zahlreiche sportliche Erfolge. So wurde Sabine Groß 2001 Weltmeisterin, ihre Tochter Gwendolyn in diesem Jahr Junior-Weltmeisterin im Feldbogenschießen.
Trotz zunehmender sportlicher Nutzung von Wald und Feld spielt im 1.267-Einwohner- Ort Wallmenroth auch die traditionelle Haubergswirtschaft noch eine Rolle. 30 Haubergsgenossen bewirtschaften etwa 16 Hektar Wald nach der Haubergsordnung: eine europaweit einzigartige Form der Waldnutzung, die es nur im nördlichen Westerwald und im Siegerland gibt.

18 Jahre lang muss eine Waldparzelle ruhen, ehe Brennholz geschlagen werden darf. Dann wird neu angepflanzt. Die Haubergsordnung stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie sollte den Raubbau am Wald verhindern.
In Zeiten des Wirtschaftswunders bei niedrigen Ölpreisen drohte der Holzeinschlag für den Eigenbedarf in Vergessenheit zu geraten. Doch steigende Energiepreise treiben Hausbesitzer heute wieder vermehrt in den Hauberg.
Weit über Wallmenroth hinaus macht auch der Männergesangverein "Liederkranz" von sich reden. Unter Leitung von Matthias Merzhäuser sind die Wallmenrother Sänger mittlerweile vierfacher Meisterchor. Viel beachtet sind ihre Aufführungen mit Showeinlagen.

Wallmenroth

Verbandsgemeinde Betzdorf

Hellerstr. 1
57518 Betzdorf
Tel.: 02741/291-0
Fax: 02741/29119

buergerbuero@betzdorf.de
www.betzdorf.de

Das könnte sie auch interessieren