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Tolle Rezepte mit dem Wunderkraut Johanniskraut bringt Sonne in die Seele

Johanniskraut ist ein Alleskönner: Es hebt die Stimmung, lindert Sonnenbrand und hilft bei Gelenk- und Nervenschmerzen. Mit diesen Rezepten kommen Sie am besten an die Wirkstoffe.

Johanniskraut

Johanniskraut

Das Johanniskraut wurde einst auch "Sonnwendkraut" genannt, weil es zur lichtreichsten Zeit des Jahres in voller Blüte steht. Wird es um den Johannistag, das ist der 24. Juni, gesammelt, so soll die Heilkraft des Krauts am stärksten sein – vorausgesetzt natürlich, dass das Wetter mitspielt und die Sonne strahlt. Das Johanniskraut verbessert im Organismus die Lichtaufnahme und wirkt dadurch stimmungsaufhellend. Deshalb wird es als wichtigstes pflanzliches Antidepressivum geschätzt.

Tee mit Johanniskrautblüten

Der Tee kann aus frischem oder getrocknetem Johanniskraut gebraut werden.

Innerliche Anwendung

Unserer Seele tut diese Pflanze als Tee, Tinktur oder in Tablettenform über längeren Zeitraum eingenommen gut und bringt wieder Licht in Phasen leichter bis mittelschwerer Depressionen.

Die Menschen fröhlich zu machen ist eine Eigenschaft, die dem Teufel gar nicht gefällt. Er soll einst vergeblich versucht haben, so steht es in alten Mythen, dieses für den Menschen so wunderbare Kraut mit seinen Krallen herauszurupfen. Die Abdrücke sind noch heute zu sehen – das echte und heilwirksame Hypericum perforatum hat nämlich scheinbar durchlöcherte Blätter (deswegen "perforatum") und ist somit gut zu erkennen. Ein weiteres besonderes Merkmal ist der zweikantige Stängel und die schwarzen Punkte, in denen ein roter Farbstoff gespeichert ist.

Rezept: Johanniskrauttee
1-2 TL Johanniskraut mit einer Tasse kochend heißem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Über zwei bis fünf Monate hinweg bis zu dreimal täglich eine Tasse trinken.
Tipp: Nicht nur zur Stimmungsaufhellung geeignet, sondern auch bei Durchfall, Menstruationsstörungen, Wechseljahrbeschwerden und zur Leber-/Galleunterstützung.

Äußerliche Anwendungen

Angesetztes Johanniskraut in drei Flaschen. Noch ganz frisch bis zum fertig Öl.

Angesetztes Johanniskraut-Öl in seinen Eintwicklungsphasen

Auch äußerlich spielt das Johanniskraut als "Arnika der Nerven" eine große Rolle - so ist beispielsweise das Johanniskrautöl ein altbewährtes Mittel bei leichteren Verbrennungen, Schürfwunden, Muskelzerrungen, Rheuma, Gicht und Ausschlägen wie bei Gürtelrose. Es beruhigt äußerlich aufgetragen die verletzten schmerzenden Nerven und wirkt wundheilend, während es innerlich beispielsweise bei Magenschleimhautentzündung hilfreich sein kann. Es wird auch zur Pflege von spröder Haut und kann auch bei Sonnenbrand oder zum Einreiben von Narben eingesetzt werden. Einem Wundliegen (Dekubitus) kann es vorbeugen. Als entspannend wirkendes Öl findet es oft auch als Massageöl Einsatz.

Rezept: Johanniskrautöl
Das sogenannte Rotöl (es färbt sich durch einen Farbstoff im Johanniskraut blutrot) kann leicht selber hergestellt werden. Dazu pflückt man an einem sonnigen Tag die fünfstrahligen, goldgelben Blüten, Knospen und junge Früchte (insgesamt 50 Gramm), legt sie in ein Schraubglas, füllen dieses mit 200 Gramm hochwertigem Olivenöl und lässt sie einige Tage in der Sonne und anschließend einige Wochen im Schatten ziehen. Das Glas regelmäßig schütteln. Danach durch einen Teefilter oder ein Stoffsieb abseihen und in einer dunklen Flasche aufbewahren. Das Öl ist eines der besten Mittel bei Sonnenbrand. Allerdings darf das Öl nie vor dem Sonnenbad auftragen werden. Auch bei innerlicher Einnahme sollte man die pralle Sonne meiden, denn Johanniskraut erhöht die Empfindlichkeit für Sonneneinstrahlung.

Nebenwirkungen

Die im Johanniskraut enthaltenen Hypericine können eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht auslösen, was aber, wenn überhaupt, während der Einnahme von inzwischen hochdosierten Fertigpräparaten auftritt. Diese können auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten eingehen, sodass die Einnahme therapeutisch abgeklärt werden sollte.