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SENDETERMIN Do, 11.1.2018 | 18:45 Uhr | SWR Fernsehen BW

Gast aus Isny Wolf-Dieter Storl, Ethnobotaniker

Seine Jahre in den USA prägten den Ethnobotaniker und Bestsellerautor Wolf-Dieter Storl. Heute lebt er als Selbstversorger und schwört auch im Winter auf die Kraft der Pflanzen.

Wolf-Dieter Storl

Wolf-Dieter Storl

Manche nennen ihn den "Schamanen des Allgäus". Wolf-Dieter Storl zog vor über 30 Jahren mit seiner Familie in eine einsame Berghütte oberhalb von Isny, um dort als Selbstversorger im Einklang mit der Natur zu leben.

Vorher war der Kulturanthropologe und Ethnobiologe weltweit unterwegs. Er erforschte den medizinischen oder rituellen Einsatz bestimmter Pflanzen, von denen heute viele in seinem Garten stehen. Inspiriert dazu haben ihn seine Jugendjahre, die er in den USA verbrachte. Als Elfjähriger wanderte er mit seinen Eltern aus und lebte bis zu seinem Studium im ländlichen Ohio. Über diese prägende Zeit hat der Bestseller-Autor unlängst das Buch "Mein amerikanischer Kulturschock" geschrieben.

Die Kraft der Kräuter

In Amerika hielt Storl sich am liebsten in der Natur auf und streifte durch die Wälder. Hier entdeckte er sein Interesse an den Pflanzen und Kräutern sowie an den uralten und mächtigen Bäumen. Und auch hier, zurück in Deutschland, schwört er auf die Kraft der Pflanzen - und die Heilkraft der Kräuter. In unserer Bildergalerie verraten wir Ihnen, welche Kräuter er besonders schätzt, um gesund und munter durch den Winter zu kommen:

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Wolf-Dieter Storls liebste Heilkräuter

Gesund und munter durch den Winter

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Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl, auch bekannt als der "Schamane des Allgäus", setzt auf die Kraft der Kräuter. Zu seinen liebsten Heilkräutern, die ihm auch durch die dunkle Jahreszeit helfen, gehören die folgenden fünf.

Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl, auch bekannt als der "Schamane des Allgäus", setzt auf die Kraft der Kräuter. Zu seinen liebsten Heilkräutern, die ihm auch durch die dunkle Jahreszeit helfen, gehören die folgenden fünf.

Die Schafgarbe ist für Wolf-Dieter Storl praktisch ein Alleskönner. Als Tee wirkt es gegen Viren; es hilft also bei Grippen und Erkältungen. Es wirkt wundheilend, da es ähnliche ätherische Öle enthält wie die Kamille. Die darin enthaltenen Bitterstoffe sind gut bei Verdauungsproblemen und helfen dem Leberstoffwechsel.

Für die dunkle Jahreszeit ist selbstverständlich ein Tee aus dem Johanniskraut angesagt; es wirkt, wie klinische Untersuchungen zeigen, gegen Winterdepression. Das rote Öl, gewonnen aus den Blüten, wird eingerieben bei Neuralgien (Nervenschmerzen).

Den Beifuß sammelt Storl jedes Jahr und benutzt ihn als Räucherkraut. Überall auf der Welt, wo er wächst, wird er so verwendet, um den Geist zu öffnen und eine weihevolle Stimmung zu erzeugen. Er ist auch ein Hebammen- und Frauenkraut, das zur Regulierung der Menstruation und Fruchtbarkeit verwendet wurde.

Das Sumpfhelmkraut hat eine tief entspannende Wirkung. Es hilft, wenn man zu lange am Bildschirm gesessen hat und nicht einschlafen kann. Eine Messerspitze des zu Pulver verriebenen Krauts genügt zu diesem Zweck.

Die Blüten des Holunders, im Mittsommer geerntet, eignen sich als Tee bei Erkältung, Grippe und anderen viralen Beschwerden.

Zu Gast im Landesschau-Studio erzählt Wolf-Dieter Storl, wie es sich als Selbstversorger lebt und warum er sich dafür entschieden hat. Und er erinnert sich an seine Jugend, in der er viel Zeit in der amerikanischen Waldwildnis verbrachte.


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