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SENDETERMIN Di, 5.3.2019 | 18:45 Uhr | SWR Fernsehen BW

Virusinfektion Was (wann) bei Herpes hilft

Er sieht unschön aus, tut weh und bei manchen kommt er einfach immer wieder - der Herpes. Doch was ist Herpes eigentlich und was hilft?

Herpes ist ein Virus, also ein Krankheitserreger. Dieses Virus ist nicht angeboren, wir bekommen es irgendwoher. Für gewöhnlich erwirbt man es entweder im Kindesalter beim Spielen mit den Freunden oder von den Eltern. Im Erwachsenenalter steckt man sich meist beim Partner an.

Wann Herpes ausbricht

Hat man man das Virus einmal, bekommen viele immer und immer wieder Herpes. Denn das Herpesvirus schlummert in uns und wartet auf eine Chance auszubrechen. Das geschieht meist, wenn unser Immunsystem geschwächt ist. Dann wandert das Virus in eine gesunde Hautzelle auf der Lippe und zerstört die gesunde Haut. Ist das Immunsystem gerade besonders schwach, kann der Herpes auch heftiger ausfallen und man bekommt eine wunde Lippe, die nicht so schnell verheilt. Allgemein gilt, das Frauen mehr von Herpes geplagt sind als Männer, weil ihr Immunsystem durch Menstruation oder Schwangerschaft zeitweise heruntergesetzt ist.

Was (wann) gegen Herpes hilft

In jeder Apotheke sind diverse rezeptfreie Cremes gegen Lippenherpes erhältlich. Sie versprechen den Schmerz zu lindern, die Heilung zu beschleunigen und möglichst die Ausbreitung zu verhindern. Hautärzte sind allerdings skeptisch. "Die Creme hat eigentlich nur einen Wert in einem ganz frühen Stadium, also wenn man merkt, Herpes bricht aus. Wenn der Herpes bereits ausgebrochen ist, könnte man das auch so formulieren: 'Mit Therapie geht der Herpes sieben Tage und ohne eine Woche,' so Hautarzt Dr. Wolfgang Strasser. Auch Herpespflaster können die Heilung dann nicht beschleunigen.

Hausmittel gegen Herpes

Aber es gibt ein altes Hausmittel: Die Zahnpasta. Wenn frühgenug etwas Zahnpasta auf die betroffene Stelle aufgetragen wird, kann das die Virusreplikation eindämmen.