Bitte warten...

Die Preise steigen im Winter Darauf solltest Du beim Kauf von Brennholz achten

Wer jetzt noch Brennholz braucht, sollte sich sputen, denn im Winter steigen die Preise. Wir verraten, was gute Qualität ausmacht, welches Holz das Beliebteste ist und wo Du die Asche entsorgen solltest.

Holzofen

Für viele ein Traum: ein knisterndes Kaminfeuer

So entwickeln sich die Holzpreise

Im Sommer haben sich bei Benedikt Disam vom Brennholzhof Ostalb in Schwäbisch Gmünd noch riesige Holztürme gestapelt. Doch so langsam wird sein Lager immer leerer. Die Nachfrage nach Brennholz zieht an und damit steigen auch die Preise. Benedikt Disam: "Wir haben sehr gut disponiert, weil wir im Frühjahr, wenn es noch warm ist, das Material günstig einkaufen und dementsprechend auch die besseren Preise machen können. Wenn es auf das Ende des Winters zugeht oder der große Run da ist und ich neu ordern muss, sind die Preise natürlich ein bisschen höher. Deswegen sollten die Leute - wenn sie die Möglichkeit haben, das auch zu lagern - jetzt einkaufen."

Welche Holzsorten brennen am besten?

Bäume im Wald

Mächtige Buchen

Benedikt Disam bietet verschiedene Holzarten an. Es gibt beispielsweise Buche, Ahorn oder Esche. Der Brennholzhändler empfiehlt vor allem eine Sorte: "Die Holzart, die am besten bei uns läuft, ist immer noch die Buche. Es gibt natürlich auch Eiche und Esche. Wir empfehlen eher die Buche, weil sie beim Anzünden in einem kleinen Beistellofen einfach zu handhaben ist."

Denn diese Holzart brennt selbst bei mittlerer Hitze recht gut und es wird schnell warm. Außerdem hat die Buche fast kein Harz, deshalb gibt es weniger Funken. Eiche und Esche sind langfaserige Hölzer. Das heißt, es dauert etwas länger beim Anbrennen.

Wo sollte man Brennholz kaufen?

Holzstapel

Auch die Preise für Holz unterliegen Angebot und Nachfrage

Beim Kauf sollte man sich fragen, woher das Holz eigentlich kommt. Das Stichwort laute Nachhaltigkeit, sagt Barbara Ludwig von der Energieagentur Rems-Murr in Waiblingen. "Es ist einfach für den Umweltschutz gut, wenn das Holz aus der Region kommt. Wenn es kurze Transportwege gibt, wird sozusagen von der Verarbeitung bis zum Ofen wenig CO2 freigesetzt. Außerdem bleibt die Kaufkraft in der Region."

Vorsicht bei feuchtem Holz

Die Holzfeuchtigkeit sollte zwischen 15 und 20 Prozent liegen. Ist das Holz noch zu feucht, knistert es im Ofen. Das klingt zwar romantisch, kann aber schädlich sein und ist nicht erlaubt. Feuchtes Holz verbrennt nur unvollständig, dadurch steigt die Konzentration von Kohlemonoxid im Abgas und der Wirkungsgrad des Brennholzes sinkt. Zudem kann sich sogenannter Glanzruß bilden, der nur mit extrem hohen Temperaturen wieder aus dem Ofen herausgebrannt werden kann. Deswegen kontrollieren Schornsteinfeger auch regelmäßig die Holzfeuchte.

Wohin mit der Asche?

Da gehen die Meinungen auseinander. Viele sagen, es sei schädlich, sie im Garten zu entsorgen, da sie mit Schwermetallen belastet sein könnte. Deshalb sei es am Besten, die Asche nach dem Erkalten in den Hausmüll zu geben oder direkt zur Mülldeponie zu bringen.

Barbara Ludwig von der Energieagentur Rems-Murr in Waiblingen: "Ich denke, dass man Holzasche im Garten verwenden kann, wenn es wirklich Holz ist, das keine Schadstoffe beinhaltet. Es gibt aber noch einen wichtigen Punkt: Man sollte nicht Holzreste abbrennen, die man irgendwo findet, an denen vielleicht sogar noch Farbe ist. Die Farbe gibt auf jeden Fall Schadstoffe ab, die sogar krebserregend sein können."

Von Tobias Frey, SWR Wirtschaft und Soziales | Online: Heidi Keller, Andrea Huber-Kreuzer