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SENDETERMIN Do, 16.3.2017 | 22:45 Uhr | SWR Fernsehen

Martin Bruno Schmid bohrt tragende Säulen an Kunst am Bau

Mit einem ungewöhnlichen und riskanten Projekt hat Martin Bruno Schmid den Kunstwettbewerb des neuen Geo- und Umweltzentrums der Universität Tübingen gewonnen. Der Stuttgarter Künstler will die fünf tragenden Säulen des Eingangsbereichs mit Löchern versehen und durch senkrechte Schnitte in zwei Hälften teilen und damit die Statik des gesamten Baukörpers an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen.

Eine von Martin Bruno Schmid "bearbeitete" Säule

Eine von Martin Bruno Schmid "bearbeitete" Säule.

In Zusammenarbeit mit Architekten, Handwerkern und Statikern werden die Schnitte und die Löcher so berechnet, verteilt und gesetzt, dass jede einzelne Stütze zwar sicher und dauerhaft ihren Dienst erfüllt, dabei aber spürbar nahe an das Limit ihrer Tragfähigkeit gebracht werden soll, sagt Martin Bruno Schmid. Der Extrem- und Idealfall wäre dieser: ein Loch zu viel, ein Schnitt zu breit, und der gesamte Organismus der Architektur fällt in sich zusammen. Stürzt ein. Dieses Extrem gilt es zu spüren – und zu vermeiden.

2018 soll der Neubau fertig gestellt werden. Ob der Termin nach Schmids Eingriff noch aktuell ist, wird sich zeigen. Wir waren bei der ungewöhnlichen Kunstaktion dabei.

aus der Sendung vom

Do, 16.3.2017 | 22:45 Uhr

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