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SENDETERMIN Do, 28.3.2019 | 22:45 Uhr | SWR Fernsehen

Comic Cristin Wendt und ihr SciFi-Debüt "Message 1"

Die gelernte Schreinerin Cristin Wendt hat nebenbei eine erfolgreiche Science-Fiction-Story über eine Welt nach der Klimakatastrophe gezeichnet!

Die Zukunft, die Cristin Wendt in ihrem Science-Fiction-Comic "Message 1 Loading" skizziert, ist düster. Die Klimaerwärmung ist zwar kein Problem mehr, aber sonst sieht es gar nicht gut aus. Der Comic ist der Erstling der 33-Jährigen.

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Science-Fiction-Comic

Bilder zum Comic-Debüt "Message" von Cristin Wendt

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Stadtrand von Ludwigsburg, Verlagsgebäude von „Cross Cult“ in einem Industriegebiet. Auf dem Tisch im Konferenzraum liegt ein Stapel neuer Bücher. Cristin Wendt schlägt das erste Exemplar Ihres eigenen Buches auf. „Das fühlt sich schon ganz anders an, als wenn man es selber druckt: Hochwertiger vor allem. Ich freue mich gerade einfach nur. Es sieht echt schön aus.“

Stadtrand von Ludwigsburg, Verlagsgebäude von „Cross Cult“ in einem Industriegebiet. Auf dem Tisch im Konferenzraum liegt ein Stapel neuer Bücher. Cristin Wendt schlägt das erste Exemplar Ihres eigenen Buches auf. „Das fühlt sich schon ganz anders an, als wenn man es selber druckt: Hochwertiger vor allem. Ich freue mich gerade einfach nur. Es sieht echt schön aus.“

Es ist das erste großformatige Hardcover für Cristin Wendt, die bislang ihre Comics ohne Verlag veröffentlicht hat. Der Name des Buches: „Message“. Auf dem Titelbild: Der Soldat Avarus in seiner Kampfmontur, der die verbliebene Menschheit gegen eine künstliche Intelligenz verteidigt. Cristin Wendt: „Ich musste mir für die Story einen Sündenbock aussuchen. Und eine Künstliche Intelligenz ist in der Science Fiction ein beliebtes Thema als Sündenbock – wenn eine künstliche Intelligenz mal durchdreht.“

Cristin Wendt arbeitet als Schreinerin – die greifbare, körperliche Arbeit ist für sie der perfekte Ausgleich zum kleinteiligen Zeichnen. Ihre Hauptfigur, der Krieger Avarus, hat halblange Haare und feine Gesichtszüge wie im Manga, aber sonst ist die Ästhetik futuristisch und eher westlich. Eine bewusste Mischung für Cristin Wendt. „Ich habe mein Werk mal einer Redakteurin von einem anderen Verlag gezeigt, und die hat damals gesagt: Es ist nicht wirklich Manga, es ist nicht wirklich Comic. Wir wissen nicht, wohin damit. Das war für mich damals ein Punkt, an dem ich gesagt habe: Mist, was mache ich da?“

Zum Glück ist Cristin Wendt ihrem Zeichenstil treu geblieben – ein Hybrid-Stil mit Comic- und Manga-Elementen, den der Verlag Cross Cult ohnehin im Programm hat. Aber auch das Thema passt in diese Zeit, findet Verleger Andreas Mergenthaler: „Dass die Menschheit die Umwelt zerstört, und dass dann eine Computer-Intelligenz oder KI irgendwann aufwacht und sich darum kümmert, dass der Planet gerettet wird, könnte ja wirklich irgendwann passieren. Das fanden wir interessant.“

Der Verlag Cross Cult ist sonst eher für Hefte und dicke Sammelbände etwa von Hellboy oder The Walking Dead bekannt. Für „Message“ wurde das klassische Album-Format gewählt. Insgesamt sind fünf Bände geplant. Der nächste soll im kommenden Jahr erscheinen.

Das Besondere: die junge Autorin ist keine professionelle Grafikerin und Illustratorin. Sie ist im Hauptberuf Schreinerin und zeichnet lediglich in Teilzeit. Was schwer zu glauben ist. Vier Jahre lang hat sie an ihrem Debüt gefeilt. In den Arbeitspausen und nach Feierabend. Kunscht! hat die Autodidaktin beim Sägen und beim Zeichnen besucht.








Erscheint am 14.3.
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Von Cristin Wendt und Ronja Büscher
Cross Cult, Verlag, Ludwigsburg, 2019
ISBN: 978-3-959817-10-3
Gebunden, 80 Seiten
Euro 20,--