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Cézanne. Metamorphosen | Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, bis 11.2.18

Der "andere" Paul Cézanne

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Nach über 25 Jahren ist in Baden-Württemberg wieder eine große Ausstellung über Paul Cézanne zu sehen. "Cézanne. Metamorphosen" in der Staatlichen Kunsthalle verfolgt das ehrgeizige Ziel, eine neue Perspektive auf französischen Maler zu ermöglichen.
 
Paul Cézanne: Liegender weiblicher Akt mit Birne (Leda II), 1885 - 1887
Von der Heydt-Museum, Wuppertal
© Foto: Medienzentrum, Antje Zeis-Loi / Von der Heydt-Museum Wuppertal

Nach über 25 Jahren ist in Baden-Württemberg wieder eine große Ausstellung über Paul Cézanne zu sehen. "Cézanne. Metamorphosen" in der Staatlichen Kunsthalle verfolgt das ehrgeizige Ziel, eine neue Perspektive auf französischen Maler zu ermöglichen.
 
Paul Cézanne: Liegender weiblicher Akt mit Birne (Leda II), 1885 - 1887
Von der Heydt-Museum, Wuppertal
© Foto: Medienzentrum, Antje Zeis-Loi / Von der Heydt-Museum Wuppertal

Mit der Abstraktion der Bildelemente zählt Paul Cézanne als wichtiger Wegbereiter der Moderne. Er wollte eine Malerei "parallel zur Natur" und nicht die Natur in der Malerei ...
Die Ausstellung will sein Werk als eine Einheit erfahrbar machen und einen neuen, anderen Blick auf Cézannes lichte Landschaften, seine Badenden, Porträts und Stillleben werfen.

Paul Cézanne: Blick auf das Meer bei L'Estaque, 1883 - 1885
© bpk / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Statt einer klassischen chronologischen oder nach Bildgattungen geordneten Werkbetrachtung, sind Gemälde verschiedener Gattungen und Schaffensphasen nebeneinander zu sehen.

Paul Cézanne: Montagne Sainte Victoire, 1890 - 1895
© Scottish National Gallery, Edinburgh

Häufig wird angenommen, Cézanne habe im Spätwerk mit seinen künstlerischen Anfängen gebrochen. In der Ausstellung werden die inneren Zusammenhänge der verschiedenen Phasen und Entwicklungen sichtbar.
 
Paul Cézanne: Porträt eines Bauern, 1905/06
© Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid

Paul Cézanne war zu allen Zeiten ein Künstler für Künstler, schreibt Pia Müller-Tamm im Vorwort des Ausstellungskatalogs. Dies zeigte sich in seiner eigenen Epoche, in der die Maler - Paul Gaugin, Camille Pissarro, Paul Signac und andere - seine Werke erwarben und wertschätzten, lange bevor die breitere Kunst- und Sammleröffentlichkeit sich für den Künstler interessierte.

Paul Cézanne: Kastanienallee im Jas de Bouffan, um 1885
© Städel Museum, Frankfurt am Main/ Artothek

Die Schau macht auch Doppeldeutigkeiten im Werk des Franzosen sichtbar. Er "verflüssigte" feste Strukturen und materialisierte weich fließende Formen. Besonders deutlich wird dies beispielsweise an der Darstellung einer Jacke auf einem Hocker, die an das Gebirge Montagne Sainte-Victoire erinnert.

Paul Cézanne: Jacke auf einem Hocker, 1890 - 1892
© Privatsammlung

Echte Schädel dienten ihm als Vorlage: Für Cézanne war der Totenkopf ein "schönes Ding zum Malen", und so verewigte er die Totenköpfe in unterschiedlichen Darstellungen – in Gemälden, Zeichnungen und Aquarellen.
 
Paul Cézanne: Pyramide aus Schädeln, 1898 - 1900
© Elmer de Haas

In der großen Landesausstellung sind rund 100 bedeutende Leihgaben aus internationalen Sammlungen zu sehen.

Paul Cézanne: L'Estaque, 1879 - 1883
© Digital Image, The Museum of Modern Art/ Scala, Florence

Ausstellung 28.10. – 11.2.18
CÉZANNE
Metamorphosen
Große Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Hans-Thoma-Straße 2-6
76133 Karlsruhe

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10 - 18 Uhr 

Katalog
"Cézanne Metamorphosen"
Herausgeber: Alexander Eiling
Gebunden, ca. 300 Seiten, 265 farbige Abbildungen
ISBN 13: 978-3-79135-666-2
Prestel Verlag, 2017, Euro 49,95 
Paul Cézanne: Selbstbildnis mit Palette, um 1890
© Stiftung Sammlung E.G. Bührle, Zürich/ SIK Zürich (J.-P. Kuhn)