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Eine junge Frau tippt auf ihrem Handy

SENDETERMIN Di, 11.6.2019 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

Vorzüge mit Vorsicht Öffentliche WLAN-Hotspots

Der Sommer lockt zu Ausflügen und Reisen. Gerade dann sind wir häufig auf eine externe Internetverbindung gebunden. In Hotels, Cafés und Flughäfen bieten sogenannte „Hotspots“ einen schnellen Internetzugang. Doch sind diese Verbindungen wirklich immer sicher? Wir erklären Ihnen, wie Sie Risiken vermeiden.

Einfach einwählen und surfen ist riskant. Mit diesen Tipps surfen Sie sicher unterwegs:

Betrüger ködern gerne mit offenen WLAN-Netzwerken. Meiden Sie Netzwerke mit unbestätigter Herkunft. Wenn Sie in Café XY sitzen und ein Schild auf das dortige Netzwerk namentlich hinweist, dann ist „Café XY Hotspot“ wahrscheinlich offiziell. Das konkurrierende „Free WiFi“ ohne Passwortschutz könnte hier von jedem stammen (siehe Bild). Auch von einem Betrüger.

Automatisches Verbinden mit bekannten oder ungeschützten Netzen verspricht Komfort, kann Sie aber ungewollt mit dem Netz eines Betrügers verbinden, der sich als der legitime Anbieter ausgibt. Solche Einstellungen sollten sie im WLAN-Menü abschalten. Auch sollten Sie ihr WLAN am Smartphone ausschalten, wenn sie es nicht benutzen.


In der Adresszeile eines Browsers steht https://www

Die meisten großen Anbieter haben inzwischen verschlüsselte Websites

Webseiten, die in der Adresszeile des Browsers mit grünem Schloss angezeigt werden, bieten eine gesicherte Verbindung an. Wo dies fehlt, kann jeder im Klartext mitlesen.

Die größte Sicherheit, auch gegen engagierte Hacker, bietet die Übertragung über das langsamere Mobilfunknetz oder einen VPN ("virtuelles privates Netzwerk"). Ein VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr des Geräts besonders stark und wird z.B. als App im Google Playstore und Appstore angeboten. Bekannte Virenschutzhersteller wie Avira, Bitdefender, Kaspersky und Norton bieten solche auch kostenlos an. Geben Sie nur den Namen + VPN in die Suchzeile ihres Stores ein und folgen Sie den angezeigten Installationsschritten und Hinweisen. Anschließend öffnen Sie die App zum Starten. Je nach App müssen Sie diese bei jeder neuen Verbindung aktivieren.

Wenn Sie wenige Schutzmaßnamen verwenden, sollten Sie entsprechend weniger wichtige Daten versenden. Logindaten, Mails, vertrauliche Inhalte und Banking sollten nur bei Gewissheit und starkem Schutz versendet werden. Was Sie nicht senden, kann aber im Zweifel auch nicht missbraucht werden.

Im Studio: Andreas Reinhardt, Multimedia Fachjournalist