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Winterreifen, der leicht von Schnee bedeckt ist.

SENDETERMIN Mo, 7.10.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Winterreifen Was Sie beim Wechsel beachten sollten

Der Winter ist gerade für Autofahrer oft eine ziemlich rutschige Jahreszeit. Welcher Reifen muss jetzt am Fahrzeug sein? Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:

 ausgewechselte Sommerreifen

Ausgewechselte Sommerreifen

Das Reifenprofil ist entscheidend für die jeweiligen Wetterverhältnisse und dem entsprechenden Untergrund. Sommerreifen haben grobe Profileinschnitte, klassische Winterreifen haben eine Lamellen-Struktur, Allwetterreifen sind eine Mischung.

Ein Winterreifen mit der Aufschrift M+S fuer Matsch und Schnee und dem Alpine-Symbol (Berg mit einer Schneeflocke).

Das Alpine-Symbol ist auf Winterreifen Pflicht

Das Alpine-Symbol (ein Berg mit einer Schneeflocke) ist auf Winterreifen Pflicht. Die "M + S"-Kennzeichnung allein reicht nicht aus. Es gibt aber eine lange Übergangsregelung: Bis zum 30.09.2024 gelten Reifen mit M+S Kennzeichnung als wintertauglich, wenn sie bis zum 31.12.2017 hergestellt worden sind.

Alle Kraftfahrzeuge, die aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, unterliegen der Winterreifenpflicht – egal ob in Deutschland zugelassen oder im Ausland. Geparkte Fahrzeuge stellen keine Gefahr da, somit droht hier auch kein Bußgeld.

Profil eines neuen Winterreifen

Profil eines neuen Winterreifens

Die situative Winterreifenpflicht bedeutet, dass Winterreifen bei entsprechenden winterlichen Straßenverhältnissen vorgeschrieben sind. Der Merksatz „von O bis O“ (Oktober bis Ostern) ist nur eine grobe Orientierung, denn die Winterreifen-Pflicht ist nicht auf ein bestimmtes Datum festgeschrieben.

Ausnahmen gibt es für Nutz- oder Spezialfahrzeuge, beispielsweise aus der Land- und Forstwirtschaft, sowie für einspurige Kraftfahrzeuge, Stapler oder motorisierte Krankenfahrstühle.

Bußgeld: Der einfache Verstoß kostet 60 Euro und einem Punkt in Flensburg. Bei zusätzlicher Behinderung und Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer erhöht sich das Bußgeld auf 80 Euro. Neu ist, dass nicht nur der Fahrer, sondern auch der Halter eines Fahrzeuges mit einer Strafe rechnen muss.

Im Ausland gibt es sehr unterschiedliche Regelungen. Da es teilweise teuer werden kann, sollten sich Reisende vorher genau darüber informieren, welche Vorschriften es im jeweiligen Reiseland gibt.

Im Studio: Alexa Sinz, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ADAC Nordbaden