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Fußboden wird gewischt

SENDETERMIN Mi, 12.6.2019 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

Praktischer Einsatz Mit einem Wisch...

Schrubber, Bodentuch und Eimer gehören vielerorts schon der Vergangenheit an. Stattdessen kommen Breitwischgeräte zur Reinigung von glatten Fußbodenbelägen zum Einsatz. Wir geben Ihnen Tipps für die Anschaffung und den praktischen Einsatz dieser Geräte mit ihren verschiedenen Bezügen.

Breitwischgeräte ermöglichen das Arbeiten in aufrechter und somit ergonomischer Körperhaltung. Durch die individuelle Anpassung an die Körpergröße werden vor allem der Rücken und die Schulterpartien geschont und das Wischen von Fußböden erleichtert. Besonders bei der Treppenreinigung entfällt das unangenehme Arbeiten in gebückter Haltung.

Geräte für den Haushalt gibt es in verschiedenen Breiten zwischen 30 und 42 Zentimeter. Die Bezüge sind nicht standardisiert. Achten Sie beim Kauf auf ein gängiges Modell, so dass Sie jederzeit Ersatzbezüge nachkaufen können.

Eine Frau wischt mit einem Wischmopp einen Holzboden.

Ein drehbares Gelenk an der Bodenplatte ermöglicht größtmögliche Beweglichkeit

Der Teleskopstiel ist meist aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff und sollte ausreichend lang sein. So lassen sich prima auch Arbeiten über Kopfhöhe ausführen, zum Beispiel die Reinigung von Holzdecken oder Wandfliesen. Ein drehbares Gelenk an der Bodenplatte ermöglicht größtmögliche Beweglichkeit und optimale Reinigung auch in Ecken und an schwer zugänglichen Stellen. Die Bodenplatte besteht aus klappbarem Kunststoff, manchmal mit Glasfaser verstärkt, oder aus sehr strapazierfähigem Edelstahl. Sie sollte möglichst flach konstruiert sein, damit Sie problemlos unter Schränken wischen können. Je nach Material variiert der Preis zwischen 30 und 50 Euro, aber die Anschaffung eines strapazierfähiges Modells lohnt sich auf Dauer. Tipp: Achten Sie darauf, dass die Bodenplatte mit dem Fuß zu bedienen ist. Das erspart Ihnen lästiges Bücken.

Zur Reinigung von glatten Fußböden verwenden Sie den entsprechenden Bezug und das für den Belag vorgesehene Reinigungsmittel. Meist reicht eine milde Reinigungslösung oder eine Pflanzenseife auf natürlicher Basis zur Unterhaltspflege völlig aus. Versuchen Sie, wann immer es die Verschmutzung zulässt, so wenig wie möglich oder gar kein Reinigungsmittel und so wenig wie nötig Wasser zur Reinigung einzusetzen, denn das Aufbringen von Wasser und das Wiedereinholen kostet viel Zeit und Kraft.

Wischbezug mit Fransen

Bezüge aus synthetischen Fasern sind sehr strapazierfähig

Auswahl und Einsatz der Bezüge: Sie können Bezüge zur Trockenreinigung, zur Nebelfeucht- und Feuchtreinigung, aber auch zur Nassreinigung einsetzen. Die Wischbezüge haben eine unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit. Es gibt Fransen, Schlingen oder auch kombinierte Modelle mit Fransen und Schlingen aus Baumwolle, Synthetik und Mischfasern.

Bezüge mit Schlingen haben gegenüber Fransen ein besseres Gleitvermögen. Sie können aber weniger Schmutz aufnehmen und haben daher eine geringere Reinigungsleistung.

Bezüge aus synthetischen Fasern binden weniger Feuchtigkeit. Sie können also überschüssige Reinigungslösung schlechter aufnehmen. Sie gleiten aber besser über die Oberfläche und sind strapazierfähiger. Das ist vor allem beim Waschen wichtig.

Mikrofaser dagegen hat eine sehr gute Wasseraufnahme, eignet sich aber nur für ganz glatte Böden, weil sie schlechter gleitet. Wichtig: Mikrofaser darf nicht bei geölten Böden eingesetzt werden, denn ihre fettliebende Eigenschaft bindet das Fett der Oberfläche.

Wie gehe ich richtig vor?

  • Arbeiten Sie mit dem Breitwischgerät Abschnitt für Abschnitt zuerst am Rand Ihrer Fläche entlang und reinigen anschließend die Fläche in überschaubaren Teilen immer zum Ausgang hin.
  • Führen Sie in der Arbeitsbewegung so genannte „Achterbewegungen“ aus und gehen Sie dabei immer rückwärts oder seitwärts, also von der gereinigten Fläche weg.
  • Sie schieben so losen Schmutz immer mit der Vorderkante des Bezugs vor sich her, binden ihn an die Faser und die bearbeitete Fläche kann abtrocknen.
    Passen Sie den Radius an Ihre Körperverhältnisse an, so dass Sie bequem arbeiten können.

Im Studio: Bärbel Neher, Netzwerk Haushalt