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SENDETERMIN Mi, 2.10.2019 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

Gut schlafen Lattenrost & Matratze - ein Traumpaar?

Wie wichtig eine gute Matratze für einen erholsamen Schlaf ist, ist sicher den meisten bekannt. Jedoch wird die Bedeutung einer passenden Unterfederung unterschätzt.

Die bekanntesten Arten von Bett-Unterfederungen

  • Bettroste mit Federholzleisten
  • Bettrahmen mit sogenannten "Tellerfederungen"
  • Boxspringunterfederung

Sinnvoll ist bei allen Arten eine weiche, gefederte Schulterzone, so dass bei seitlicher Schlafposition die Schulter stärker entlastet wird. Allerdings ist die Boxspringunterfederung in aller Regel unzoniert. Dies soll dann durch eine sehr hohe Matratze ausgeglichen werden.

Das sollte Ihr Lattenrost können

Die Rücken- u. Mittelzone sollte etwas stabiler sein und in der Härte dosierbar. Nicht jeder Körper ist gleichmäßig geformt. Besonders bei Seitenschläfern ist eine Entlastung im Schulter- und Hüftbereich ratsam, ohne jedoch die Wirbelsäule durchhängen zu lassen. Das bedeutet, dass Schulter und Hüfte richtig einsinken können müssen. Die Zonen sollten deswegen individuell einstellbar sein.

Nicht jeder Lattenrost, der eine Härteregulierung besitzt, ist auch wirklich funktionell.

Tipp: man sollte beim Kauf die Leisten auf verschiedene Festigkeiten einstellen und durch Drücken herausfinden, ob man einen Unterschied spürt.

Bei Bettrahmen mit verstellbaren Kopf- oder Fußteilen ist zu überprüfen, ob die Knickpunkte ergonomisch richtig platziert sind. Es nützt z. Bsp. ein verstellbares Kopf-/ Rückenteil nur, wenn der Oberkörper komplett aufgerichtet wird. Knickpunkte im Schulterbereich sind eher nachteilig.

Lattenroste sollten mind. 28 flexibel gelagerte Federholzleisten haben (7-fach verleimtes Buchenholz) und die Leisten sollten seitlich in beweglich gelagerten Elementen gebettet sein. Je nach Qualität sind die seitlichen Kappen aus Kunststoff oder alterungsbeständigem Kautschuk.

Für besonders schwergewichtige Schläfer (über 120 kg) gibt es extra verstärkte Lattenroste.

"Teller-Unterfederungen" gibt es inzwischen in vielen Qualitäten und Ausführungen. Runde oder eckige Teller, komplett mit Tellerfedern oder kombiniert mit Federholzleisten. Notwendig ist die Dosierbarkeit der Härte an ergonomisch markanten Körperpunkten (Schulter, Lendenwirbel- und Hüftbereich).

Die meisten Hersteller bieten die Unterfederungen mit verschiedenen Verstellfunktionen an. Es gibt unverstellbar, traditionelle Kopf- u. Fußverstellung, besser noch mit Rückenhochlagerung oder komfortabel mit Fernbedienung.

Komfort-Unterfederungen mit Fernbedienung werden immer beliebter. Beim Kauf sollten Sie darauf achten:

  • eine Netzfreischaltung im Rahmen
  • eine robuste Antriebstechnik
  • Komfort zum Lesen und Relaxen
  • bei älteren Menschen: eine leicht überschaubare Fernbedienung
  • eine stabile Unterkonstruktion des Rahmens

Im Studio: Stephanie van der Meyden, Fachhändlerin