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Ein Entsafter presst Orangensaft

SENDETERMIN Mi, 24.6.2020 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

So geht´s Lieblingssäfte selber machen

Frisch gepresster Saft kann wie ein kleiner Kurzurlaub gute Laune machen und eine Stärkung für Körper und Seele sein. Wir zeigen Ihnen, mit welcher Ausstattung, Sie zuhause diese Vitaminspender selbst zubereiten können.

Säfte aus frischem Obst und Gemüse bilden in der Ernährung einen wesentlichen Teil einer gut ausbalancierten Kost. Frische Obst- und Gemüsesäfte sind eine leicht zugängliche Quelle von Vitaminen und Mineralien. Die Inhaltsstoffe gehen rasch ins Blut und sind deshalb der schnellste Weg, dem Körper neue Nährstoffe zuzuführen.

Wenn Sie Ihre eigenen Säfte herstellen, dann entscheiden Sie selbst über deren Inhaltsstoffe. Sie wählen die Zutaten und entscheiden, ob Sie Zucker, Salz oder Geschmacksstoffe und Aromen verwenden.

Saft ist Saft - doch es gibt verschiedene Herstellungsarten

Um an den Saft von Gemüse und Obst zu gelangen, gibt es verschiedene Methoden. Am häufigsten werden dabei Saft-Zentrifugen eingesetzt: für harte Früchte wie Äpfel oder Birnen, sowie Gemüse wie Möhren oder Tomaten. Dabei dreht ein Elektromotor mit einer hohen Drehzahl eine tiefe Reibscheibe an (d.h. die Scheibe hat an der unteren Innenseite scharfe Messer und ein nach oben schräg angeordnetes Filtersieb). Durch Zuführen von Obst und Gemüse wird dies durch die scharfen Messer verrieben. Dabei trennen sich die festen Bestandteile und die flüssigen Bestandteile, die durch das Filtersieb „herausgeschleudert“ (oder auch „zentrifugiert“) werden. Der Rest – der Trester- fällt in den daneben stehenden Behälter.

Bei einem anderen Zentrifugen-Prinzip ist das Filtersieb zylindrisch und geschlossen. Vorteil dabei: Die Saftausbeute ist wesentlich größer und durch die geringere Drehzahl bleiben mehr Enzyme im Saft erhalten. Außerdem gibt es Geräte, die eine zusätzliche „Passier-Funktion“ besitzen und sich somit hervorragend für die eigene Herstellung von Smoothies eignen.

Hinweis: Die Saft-Zentrifuge eignet sich für alle saftigen Früchte, die auch kleine Kerne enthalten können. Steinobst muss zuvor entsteint werden.

Eine weitere Methode sind elektrische Geräte, die mittels „Presskolben“, oder „Press-Schnecken“ das Obst oder Gemüse auswringen. Der große Vorteil ist bei diesem System die hohe Ausbeute und die geringe Drehzahl. Durch diese schonende Arbeitsmethode werden die Enzyme geschont und weitgehend erhalten.

Natürlich können Sie auch per Hand Saft herstellen. Diese Methode ist anstrengend und mit viel Kraftaufwand verbunden, aber machbar. Eine Passiermaschine – oft auch „Flotte Lotte“ genannt- macht dies möglich. Vor allem für Beeren oder andere weiche Obst- und Gemüsesorten (oder für gekochtes Obst und Gemüse) eignet sich diese manuelle Saft-Herstellung. Mit einer ganz feinen Scheibe werden dabei auch die kleinen Himbeerkerne zurückgehalten.

Bei Zitrusfrüchten ist nach wie vor Handarbeit gefragt

Für Zitrusfrüchte sollten Sie auf eine Zitruspresse zurückgreifen. Dabei werden die Zitrusfrüchte halbiert und durch Drehen an einem Presskegel (manuell oder elektrisch) ausgequetscht. In der Gastronomie werden auch große Zitruspressen mit Hebelkraft eingesetzt. Das geht schneller und gibt meist auch eine größere Saftausbeute.

Tipp: Frische Säfte sollten Sie sofort nach der Herstellung trinken, um Vitaminverluste zu vermeiden.

Im Studio: Christoph Engelhardt, Fachhändler