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Eine Eismaschine, daneben ein eisbecher

SENDETERMIN Mi, 3.7.2019 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

Haushaltsgeräte Tipps für den Einsatz von Eismaschinen

Längst genügt vielen nicht mehr der Gang zur Eisdiele, sondern sie bereiten ihr Eis zu Hause selbst zu. Eisfans möchten ihr Lieblingsdessert am liebsten jeden Tag genießen und dazu noch wissen, was drin ist. Wie wäre es also mit einer eigenen Maschine?

Geräte mit Kühlbehälter:

Die Geräte bestehen aus einer doppelwandigen meist weißen Kunststoffschüssel, in deren Zwischenraum sich eine Kühlflüssigkeit befindet, ähnlich wie bei einem Kühlakku. Der Behälter ist etwa so groß wie ein Kochtopf, wiegt zwischen zwei und vier Kilogramm und wird in ein Rührwerk mit einer Leistung zwischen sieben und fünfzehn Watt eingesetzt. Durch die niedrige Leistungsaufnahme entstehen nur sehr geringe Betriebskosten.

Vorteil: Die Geräte sind sehr preisgünstig und kompakt. Sie brauchen nicht viel Stauraum und sind einfach in der Handhabung. Viele Markenhersteller von Küchenmaschinen bieten als Sonderzubehör solch einen Eisbereiter an. Je nach Sorte und Zutaten muss manchmal im Gefrierfach nachgekühlt werden, um die Festigkeit zu erhöhen.

Nachteile: Ein spontaner Einsatz ist hier nicht möglich, sondern es braucht Vorbereitungszeit. Die Kühlleistung des Kühlbehälters ist relativ gering, weil sie nur mit vorgekühlter Kühlflüssigkeit im Schüsselrand kühlt. Diese Flüssigkeit muss deshalb vorher mindestens acht bis 24 Stunden im Gefrierfach bei - 18°C, besser noch bei - 22°C vorgekühlt werden. Erst dann ist die Eismaschine startklar und deshalb lässt sich auch nur eine Sorte Eis pro Tag herstellen. Außerdem sollten die vorbereiteten Zutaten möglichst auch vorgekühlt sein, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Wird das fertige Eis nicht gleich verzehrt, muss es in einen Gefrierbehälter umgefüllt und im Gefrierfach weiter gekühlt werden.

Reinigung und Pflege - was ist zu beachten:

  1. Ziehen Sie den Netzstecker, bevor Sie das Eis entnehmen
  2. Entfernen Sie den Mischer vorsichtig aus dem Eis
  3. Sollten Sie das Eis nicht sofort verzehren, so füllen Sie es zur Weiterkühlung in einen geeigneten Behälter um
  4. Geräte mit Kühlkompressor sollten zuerst abkühlen
  5. Das Kompressorgehäuse darf nur mit einem feuchten Tuch abgewischt werden und niemals mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten in Berührung kommen
  6. Entnehmbare Teile werden je nach Herstellerangaben in Spülmittellösung von Hand oder in der Spülmaschine gereinigt
  7. Teile vor dem erneuten Zusammenbauen der Maschine gut austrocknen

Tipps für den Verzehr:

Möchten Sie eine festere Konsistenz, dann lässt sich das fertige Eis im Gefrierfach noch nachkühlen. Aber Achtung - nicht zu lange, sonst wird es zu fest. Reste können einige Tage im Gefrierfach aufbewahrt werden, bereits geschmolzenes Eis aber nicht. Hier besteht vor allem Salmonellengefahr, besonders, wenn das Eis rohe Eier enthält. Trotzdem sollte das Eis rasch verzehrt werden, denn die eingearbeitete Luft, die ja den Genuss so cremig macht, entweicht mit der Lagerdauer und das Eis verliert seine fluffige Konsistenz.

Im Studio: Bärbel Neher, Netzwerk Haushalt