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Tisch mit ausgerolltem Teig, Gewürzen und Backutensilien

SENDETERMIN Mi, 20.11.2019 | 17:05 Uhr | SWR Fernsehen

Klassiker und neue Trends Backutensilien

"Einmal werden wir noch wach, heißa dann ist Weihnachtstag" spätestens dann sollte die bunte Welt der Weihnachtsplätzchen auf dem Teller versammelt sein! Wir schauen uns eine bewährte Basisausstattung für die Weihnachtsbäckerei an.

Backunterlagen

Ein herkömmliches Backbrett aus Holz ist eine langlebige Anschaffung. Holz hat die Eigenschaft, überschüssige Feuchtigkeit aus dem Teig beim ausrollen aufzunehmen. Es muss nach seinem Einsatz nur in warmem Wasser und mit einer Bürste gereinigt werden. Anschließend lassen Sie das Brett einfach langsam trocknen, und räumen es erst ein, wenn es ganz abgetrocknet ist. So können sich keine Keime ansiedeln und Rissbildung im Holz wird vermieden.

Ausroll- und Backmatten aus Silikon haben meist Abmessungen von 40 mal 60 Zentimeter und vorgezeichnete Durchmesser. So kann der Teig einfach und schnell auf Maß ausgerollt werden. Dabei garantiert die Matte aus 100% Silikon maximale Antihaftwirkung. Die Matte ist hitzebeständig bis 260° C, kältebeständig bis -40° C, mikrowellengeeignet, spülmaschinenfest und lebensmittelecht. Sie ist beständig gegen Obstsäure, geruchsneutral, zink- und nickelfrei und somit auch für Allergiker geeignet.

Teigrollen

Immer noch ist „Omas Nudelholz" eine bewährte Teigrolle. Das Holz nimmt beim ausrollen Feuchtigkeit des Teiges auf und sorgt durch die sparsame Bemehlung für ein leichtes Arbeiten mit gutem Ergebnis. Achten Sie aber auch hier darauf, dass die Teigrolle leicht läuft und nach dem Benützen nur mit warmem Wasser abgebürstet und gut getrocknet wird. Es werden Rollen aus Edelstahl und Marmor angeboten, die vor dem ausrollen des Teiges gekühlt werden können, um ein schnelles erwärmen des Teiges zu verhindern. Bei Teigrollen mit Silikonbeschichtung sollten Sie auf eine leichte Gängigkeit der Rolle achten. Die Beschichtung spart auch hier nicht das leichte Bemehlen sowohl der Unterlage wie der Rolle. Teigrollen mit Winkelgriffen erleichtern das Arbeiten besonders dann, wenn Sie Probleme mit dem abknicken der Handgelenke haben.

Ausstechformen

Nach wie vor sind Ausstechformen aus Weißblech fast nicht zu überbieten. Sie sind einfach in der Handhabung, lassen sich leicht bemehlen und sorgen für ein flottes ausstechen.

Tipp: Kühlen Sie die Teigplatte nach dem ausrollen noch einmal. Für ein reibungsloses und zügiges Arbeiten ist das ganz wichtig, denn so klebt der Teig nicht an den Ausstechformen und besonders kleine und diffizile Formen lassen sich besser ausstechen.

Bei all zu kleinen Formen hilft auch evtl. das durchstechen, das bedeutet, dass die Teile nacheinander übereinander ausgestochen und nach oben aus der Form heraus genommen werden. Ausstechformen sind unverwüstlich, wenn sie nach Gebrauch in einer milden Spülmittellösung gründlich von Hand gereinigt und anschließend völlig getrocknet werden.

Tipp: Nutzen Sie die Restwärme des Backofens zur gründlichen Trocknung!

Backformen aus Silikon

Materialeigenschaften:

  • bis circa 240° C hitzebeständig
  • bis – 60°C kältebeständig
  • säurebeständig
  • geschmacksneutral
  • unzerbrechlich
  • überaus flexibel und biegsam
  • geeignet für die Spülmaschine

Silikon ist ein hydrophobes, also Wasser abstoßendes und lipophiles, gleich fettliebendes Material. So fühlen sich die Formen immer leicht „fettig“ an und brauchen im Einsatz auch nur ab und zu ganz leicht mit flüssiger Butter oder Sprühfett eingefettet werden. Leider verliert das Material im Laufe seiner Lebensdauer diese Wasser abstoßende Eigenschaft nach und nach. Außerdem ziehen die Formen bei längerem Liegen im Schrank den Staub ihrer Umgebung an und müssen vor neuem Einsatz ausgespült werden.

Einsatzmöglichkeiten:
Der Vorteil elastischer Silikonbackformen liegt in der Beweglichkeit, sodass fertiges Gebäck durch umstülpen der Form leicht gelöst werden kann. Gerade bei kniffligen Backwerken wie zum Beispiel den Häuserwänden für ein Knusperhaus oder zur Herstellung von Baumbehang mit Loch ist das von großem Vorteil. Sie können im Backofen, aber genauso gut in der Mikrowelle und im Gefrierschrank eingesetzt werden.

Tipp: Setzen Sie Ihre Formen vor dem Befüllen bereits auf das Kuchengitter, so fällt der Transport in den Backofen in der doch unstabilen Form leichter.

Reinigung und Pflege:
Silikonbackformen können bedenkenlos in der Spülmaschine gereinigt werden. Nach der Spülmaschine sollten sie aber mit klarem Wasser ausgespült werden, da Reste des Klarspülers die Wasser abstoßende und abperlende Eigenschaft herab setzen und das Gebäck in der Form hängen bleiben kann. Beim Handspülen verwenden Sie bitte ein mildes Spülmittel und keine scheuernden Spülschwämme.

Verpacken und Lagern des Gebäcks

Lagerung:
Es können mehrere Sorten Gebäck gleicher Art in einer Dose aufbewahrt werden, zweckmäßigerweise jeweils durch eine Lage Butterbrotpapier voneinander getrennt. Dabei ist zu beachten, dass stark gewürzte Plätzchen gesondert verpackt werden sollten, damit sich das Aroma nicht auf andere Plätzchen überträgt.

Lebkuchen auf einem Kuchenrost völlig erkalten lassen. Damit er weich wird, den Lebkuchen zuerst solange in einer Dose mit lose aufgelegtem Deckel aufbewahren, bis er die gewünschte Konsistenz erreicht hat (etwa 1 Woche). Die Dose anschließend fest verschließen.

Lagerung:
Lebkuchen und Honigkuchen immer getrennt von anderen Sorten lagern. Durch die Gewürze könnten andere Plätzchen das Aroma aufnehmen.

Eiweißgebäck bleibt knusprig, wenn es in gut schließenden Dosen gelagert wird. Es ist jedoch nicht gefriergeeignet.

Tipp für Keksgeschenke im Zellglasbeutel: Verpacken Sie das Gebäck erst kurz vor dem verschenken in Zellglasbeutel. Es trocknet hier rasch aus und verliert bei längerer Lagerung an Geschmack

Expertin im Studio: Bärbel Neher, Netzwerk Haushalt