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Eine Frau hat einen Sonnenhut auf und auf ihrer nackten rechten Schulter ist eine Sonne aus Sonnencreme gemalt und im Hintergrund sieht man ein Meer

SENDETERMIN Di, 14.5.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Sommer, Sonne, Sonnenschein So schützen Sie Ihre Haut

Langsam aber sicher lässt sie sich wieder blicken: die Sonne. Sobald sie scheint, zieht es uns raus, denn die Sonne ist wohltuend für Körper und Geist. Aber nur in der richtigen Dosis und mit ausreichend Schutz.

Welches Sonnenschutzmittel ist das richtige?

Die gesundheitsschädigende Wirkung von UV-Strahlung kann am besten durch Sonnenschutzmittel abgeschwächt werden, dabei müssen die Sonnencremes die Haut sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen. Dies funktioniert über zwei verschiedene Arten von Lichtschutzfiltern:

Chemischer Lichtschutzfilter

Chemische Lichtschutzfilter bilden einen schützenden Film auf der Haut, absorbieren die UV-Strahlen und geben die aufgefangene Energie in Form von harmloser Wärmeenergie wieder ab. Vorsicht: Einige dieser chemischen UV-Filter wirken als Allergene oder stehen im Verdacht hormonähnliche Wirkungen im Körper auszulösen.

Mineralische Lichtschutzfilter

Mineralische bzw. physikalische Lichtschutzfaktoren enthalten sogenannte Mikropigmente (Titanoxid, Zinkoxid), welche die UV-Bestrahlung an der Hautoberfläche reflektieren. Das Allergierisiko ist bei physikalischen Lichtschutzfiltern viel geringer als bei chemischen, da diese Stoffe auf der Haut bleiben und nicht resorbiert werden. Sie wirken sofort nach dem Auftragen und sind vor allem in Naturkosmetik vorhanden.

Vorsicht vor Nanopartikeln

Wählen Sie möglichst Sonnencreme ohne Nanopartikel. Ob ein Produkt solche winzigen Teilchen enthält, ist auf der Inhaltsstoffliste zu erkennen, sie müssen mit dem Wort „nano“ gekennzeichnet sein.

Diese Filter/Nanopartikel sollten Sie meiden:

NanopartikelLichtschutzfilter
Benzophenone-5chemisch
Benzophenone-4chemisch
Benzophenone-3chemisch
4-Methylbenzyliden
Camphor
chemisch
Zinc Oxide (nano)mineralisch
Methylene Bis-Benzotriazolyl
Tetramethylbutylphenol (nano)
chemisch und mineralisch
Isoamyl
Methoxycinnamate
chemisch
Homosalatechemisch

Kriterien für den Sonnenschutz

Hauttyp

Der Hauttyp gibt wichtige Hinweise über den Eigenschutz der Haut:

TypNameBeschreibung
IKeltischer Typ

- sehr helle Hautfarbe, rötliches oder hellblondes Haar, Sommersprossen,

- wird nicht braun, sondern bekommt Sommersprossen

IINordischer Typ

-helle Hautfarbe, blonde, hellbraune oder dunkelbraune Haare

-oft Sommersprossen

- langsame, minimale Bräunung, häufig Sonnenbrand

IIIMischtyp

- mittlere Hautfarbe

- hell- oder dunkelbraunes, dunkelblondes Haar, manchmal auch blondes oder schwarzes Haar

- kaum Sommersprossen

- langsame, aber fortschreitende Bräunung bis hellbraun, manchmal Sonnenbrand

IVMediterraner Typ

- bräunliche oder olivfarbene Haut auch in ungebräuntem Zustand

- braunes oder schwarzes Haar

- keine Sommersprossen

- schnelle Bräunung bis mittelbraun, selten Sonnenbrand

VDunkle Typen

- dunkle bis hellbraune Haut auch in ungebräuntem Zustand, oft ein grauer Unterton

- schwarzes Haar

- keine Sommersprossen, schnelle Bräunung bis dunkelbraun, kaum Sonnenbrand

VISchwarze Hauttypen

- dunkelbraune bis schwarze Haut auch in ungebräuntem Zustand

- schwarzes Haar

- keine Sommersprossen, praktisch nie Sonnenbrand

Intensität der Sonnenstrahlung/ UV-Index

Der UV Index hängt von der Jahreszeit, dem Wetter und der Höhe ab und gibt Aufschluss darüber, wie hoch die maximale Sonnenbrandgefahr an einem bestimmten Tag ist. In Ländern mit besonders starker Sonneneinstrahlung ist der Eigenschutz der Haut deutlich kürzer. Welcher UV-Index am Urlaubsort gilt, kann man beim Deutschen Wetterdienst erfragen.

Aktivitäten

Starkes Schwitzen kann die Wirkung von Sonnenschutzmitteln genauso wie Duschen und Schwimmen verringern. Idealerweise wasserfeste Produkte verwenden.

Kindgerechter Sonnenschutz

Im ersten Lebensjahr dürfen Babys keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, anschließend sollten immer Schattenplätze aufgesucht werden. Die intensive Strahlung in der Mittagszeit von 11:00 bis 15:00 Uhr möglichst immer meiden. Das beste Sonnenschutzmittel ist textiler Natur: UV-sichere, luftige Kleidung nach der 3-H-Regel: Hemd, Hose, Hut.

Im Studio: Sabine Bäumer, Apothekerin