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Zitruspflanze

SENDETERMIN Mo, 1.7.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Urlaubsfeeling Zitruspflanzen für Balkon und Terrasse

Kaum andere Kübelpflanzen verströmen mehr südlichen Charme als Zitruspflanzen. Zu den Zitrusgewächsen gehören nicht nur Zitronenbäumchen. Mit ein paar Pflegetipps haben Sie Jahre lang viel Freude.

Umtopfen im Frühsommer

Eine junge Pflanze sollte etwa alle zwei Jahre umgetopft werden, wenn die Erde gut durchwurzelt ist. Ältere Pflanzen brauchen nur alle drei bis vier Jahre mehr Platz und frische Erde. Alte und große Pflanzen topft man gar nicht mehr um, sondern tauscht nur die obere Erdschicht aus. Wichtig ist insbesondere, im neuen Topf unten die Löcher abzudecken und mit Blähton eine Drainageschicht einzufüllen, damit keine Staunässe entsteht. Zitruspflanzen brauchen leicht saure Erde, denn sie vertragen keinen Kalk.

Vorsichtiger Schnitt

Im Frühjahr kann auch ein kleiner Schnitt notwendig werden, damit die Krone nicht zu breit wird. Das fördert außerdem einen kompakteren Wuchs. Dabei sollte man darauf achten, nicht zu viele Blüten und Fruchtansätze abzuschneiden, damit die Pflanze Früchte trägt. Bevor die Form aber aus dem Ruder läuft: ruhig beherzt die Schere ansetzen!

Die wichtigsten Mangelerscheinungen

Zu wenig Licht oder Nährstoffe sowie Staunässe sind grundsätzlich auch bei Zitruspflanzen mögliche Ursachen für gelbe Blätter. Gerade bei Zitruspflanzen sieht man öfter seltsame Blattverfärbungen – die Blattadern sind noch grün, aber die Blattflächen dazwischen gelb verfärbt. Tritt das Phänomen mit sattgrünen Blattadern und quittengelben Blattflächen an den jungen Blättern auf, also eher an der Spitze der Pflanze, dann liegt ein Eisenmangel vor. Dieser Eisenmangel wird bei Zitruspflanzen oft dadurch verursacht, dass der Säurewert des Bodens, der sogenannte ph-Wert zu hoch ist. Indem man mit Regenwasser (ist immer kalkfrei) gießt und mit einem Zitrusdünger düngt, lässt sich das Problem gut beheben. Treten die grün-gelben Blattverfärbungen an den älteren, unteren Blättern auf, könnte ein Magnesiummangel vorliegen. Magnesium ist ebenfalls ein Hauptnährstoff für die Pflanzen und ist Hauptbestandteil des Chlorophylls, das die Blätter richtig grün macht. Hier gibt es im Gartencenter Spezialdünger, die schnell dafür sorgen, dass die Blattverfärbungen verschwinden.

Stachelige Wildformen

Beliebtes Hobby: aus Kernen eigene Zitruspflanzen ziehen. Die Freude ist natürlich groß, wenn das Experiment gelingt. Oft unterscheiden sich diese Wildformen von veredelten Pflanzen aus dem Handel: zum einen dauert es oft sehr lange bis zur Blütenbildung und zum Fruchtansatz. Der Erfolg kann auch ganz ausbleiben. Zum anderen bilden die Wildformen auch richtige Dornen, die bis zu drei oder fünf Zentimeter lang werden – Achtung Verletzungsgefahr!

Im Garten: Volker Kugel, Leiter des Blühenden Barock Ludwigsburg