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Laub wird zusammengerecht

SENDETERMIN Do, 17.10.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Der Herbst ist da! Wohin mit dem Laub?

Der Herbst ist da und die Bäume haben begonnen, ihr Laub zu verlieren. Aber: Wohin bloß mit den ganzen Blätterbergen? Und welche Geräte sollten Sie benutzen, um sowohl Mensch als auch Tier Genüge zu tun?

Zwei Komposthaufen im Garten

Laub im Kompost kurbelt die Verrottung an

Grundsätzlich: Laub ist kein Abfall, sondern wertvoller Rohstoff. Es versorgt den Boden mit wichtigen Nährstoffen und regt das Bodenleben an – die beste Voraussetzung für gesunde, widerstandsfähige Pflanzen. Deshalb sollten Sie Laub nicht wegwerfen, sondern nutzen. Entweder, indem Sie es in den Kompost geben, wo es die schnelle Verrottung ankurbelt.

Oder, indem Sie es zusammenkehren und einfach in den Beeten liegen lassen. Dort dient es als Frostschutz für die Pflanzen, als Unterschlupf für Käfer und als willkommenes Futter für Regenwürmer. Über den Herbst und Winter hinweg verrottet das Laub langsam und setzt Nährstoffe frei. Falls Sie sehr viel Laub haben, schichten Sie einfach so viel möglich davon auf. Beim ersten Frost schrumpfen die Laub-Berge dann zusammen. Lassen Sie sie ruhig bis ins Frühjahr hinein liegen. Wenn Sie das Procedere Jahr für Jahr wiederholen, erhalten Sie nach und nach einen wunderbar lockeren, qualitativ hervorragenden Gartenboden.

Achtung bei immergrünen Blättern: Sie verrotten nur sehr langsam. Deshalb nach Möglichkeit häckseln. Nichts zu suchen hat Laub übrigens auf dem Rasen und auf Gehwegen. Gras wird, wenn es unter einer Laubschicht liegt, gelb. Auf Wegen kann feuchtes Laub eine echte Rutschgefahr darstellen und sollte daher auch auf jeden Fall entfernt werden. Als Laubentfernungsgerät hat sich zwar der Laubsauger mittlerweile stark etabliert und stellt eine bequeme Art der Laubentsorgung dar, doch sterben dabei viele Insekten und Larven, die die Blätter als Schutz- und Überwinterungsort aufgesucht haben. Zudem sind die Sauger sehr laut und werden oft von der Umgebung als störend empfunden. Das Mittel der Wahl sind daher Rechen und Besen. Mit diesen beiden klassischen Gartengeräten tun Sie gleichzeitig sowohl Ihrer Fitness, als auch Ihrem Verhältnis zum Nachbarn und den Kleinsttieren im Garten etwas Gutes.

Im Garten: Helmut Tränkle, Baumschulmeister