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Wildblumenmischung

SENDETERMIN Di, 9.4.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Insektenfreundliche Blütenmischung Darum lohnt es sich eine Wildblumenwiese anzulegen

Weniger Rasen, weniger Mäharbeit, mehr Natur und Blüten: Es gibt viele gute Gründe eine Wildblumenwiese anzulegen. Für kleinere Flächen im Hausgarten eignen sich Mischungen aus einjährigen Wildblumen. Was sie dabei beachten sollten, erfahren Sie von Gärtnermeisterin Birgit Wonneberger.

Insektenfreundliche Blütenmischung aussäen

Die Fläche mit Vielfalt an Wildblumen und ihren Blüten locken Wildbienen, Schmetterlinge und andere nektarsuchende Insekten an. In Bodennähe finden etliche Kleintiere ein Refugium und selbst Vögel gehen in diesem Lebensraum auf Nahrungssuche.

Echium plantagineum

Wegerich-Natternkopf (Echium plantagineum)

Blumenwiesen sind zwar pflegeleicht, bedürfen aber einiges an Vorbereitungen und Geduld, damit sie auf Dauer befriedigen. Und Sie müssen sich darauf einstellen, dass sich ihre Zusammensetzung und damit ihr Anblick im Lauf der Zeit deutlich verändern können.

Der bekannte Wildbienenexperte Dr. Paul Westrich hat zusammen mit Gärtnern, die auf Wildpflanzen spezialisiert sind, Mischungen speziell zum Beispiel für Wildbienen konzipiert. Diese Mischungen sind nicht nur farblich attraktiv, sondern berücksichtigen in besonderem Maße die Ansprüche vieler Wildbienenarten an ihre Pollenquellen. Sie fördern vor allem Pollenspezialisten aber auch Arten, die weniger spezialisiert sind (u.a. Seidenbienen, Pelzbienen, Mauerbienen, Holzbienen und Hummeln). Zur Brutversorgung werden Nektar, aber vor allem Blütenpollen benötigt. Diese Wildblumenmischungen sind sowohl für die Aussaat im Hausgarten, als auch für Blühstreifen und -flächen in Dörfern und Städten gedacht.

Orlaya grandiflora

Strahlen-Breitsame (Orlaya grandiflora)

Günstig für die Keimung sind Flächen, die zuvor gründlich gelockert und von Pflanzenwurzeln befreit werden. Wichtig ist eine feinkrümelige Saatoberfläche und evtl. Abmagerung des Bodens mit Sand. Achtung: keine extra Düngung oder Kompost einarbeiten. Saatgut gleichmäßig auf Fläche verteilen, nur leicht einharken und unbedingt andrücken mit Brettchen oder Walze. Bei trockener Witterung gleichmäßig feucht halten. Unter günstigen Bedingungen keimen die meisten Samen in zwei bis vier Wochen.

Tipp: Mischungen aus Samen finden Sie unter Stichworten wie Wildblumen-Mischung, Blumenwiesen-Mischung, Blühstreifenmischung, Wildblumen für Schmetterlinge, Insektenbuffet im Internet etc.

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Im Studio: Birgit Wonneberger, Gärtnermeisterin