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Mistelzweig

SENDETERMIN Mo, 23.12.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Weihnachtsdekoration Misteln fachgerecht entfernen

Misteln gehören zur Weihnachtsdekoration einfach dazu. In der Natur ist der Halbschmarotzer auch reichlich zu finden. Aber Achtung: Beim Ernten sollten Sie auf einige Dinge achten.

Die Klimaerwärmung begünstigt die Verbreitung der Misteln. Denn die Pflanzen vermehren sich über Vögel, die nun länger an ihrem Standort bleiben. Das milde Klima fördert zusätzlich das Wachstum. Um die Obstbäume zu schützen, sollten Misteln entfernt werden. Tut man das aber nicht richtig, kann die Mistel weiterwachsen und ihren Wirt stark schädigen. Es besteht die Gefahr, dass einzelne Äste, auf denen die Misteln sitzen, komplett absterben.

Was ist beim Schneiden zu beachten?

  • Mistel in der Natur

    Misteln immer vorsichtig heraussägen

    die Misteln nicht einfach runterreißen, dabei entstehen Schäden am gesunden Holz
  • den Ast ca. 20 Zentimeter hinter der Mistel im gesunden Holz absägen
  • ältere und dickere Misteln müssen Sie mit einem flachen Schnitt aus dem Ast heraussägen
  • die Misteln sollten in der Ruhephase des Baumes entfernt werden (November bis Februar)

Misteln stehen übrigens nicht unter Naturschutz. Die Zweige einfach so auf fremden Grundstücken ernten, darf man aber trotzdem nicht. Der Besitzer muss vorher informiert werden und aktiv seine Zustimmung geben. Sie zählen nämlich als Eigentum. Beim Ernten besteht außerdem die Gefahr, dass die Bäume beschädigt werden. Für das gewerbsmäßige Sammeln braucht man, wie bei allen wilden Pflanzen, eine Genehmigung der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde.

Im Garten: Volker Kugel, Leiter des Blühenden Barock Ludwigsburg