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Abfälle für den Kompost

SENDETERMIN Mi, 16.1.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Gut zu wissen Kompostieren – wie geht´s richtig?

Damit ein Kompost entsteht, sollten Sie Zeit und Hingabe investieren. Wie das geht, erfahren Sie jetzt von Gärtnermeister Peter Berg.

Das große Erfolgsgeheimnis für jegliche Kompost-Methode lautet: zerkleinern - mischen – feucht halten – bedecken – Mikroorganismen arbeiten lassen.

Auf keinen Fall dürfen Sie Garten- und Küchenreste, so wie sie anfallen, einfach in den Kompostbehälter werfen. Teilweise ist das Material sehr fest oder sehr wässrig und kann dann mangels Sauerstoff zu faulen beginnen. Das Ergebnis ist ziemlich unappetitlich und geruchsintensiv und führt nicht nur in dichtbesiedeltem Siedlungsraum zu Ärger mit den Nachbarn.

Für den Kompoststart legen Sie zuerst eine 15 cm hohe Schicht aus Ästen auf den Boden. Darauf folgt eine Laubschicht oder Schnipsel aus Karton. Diese Schicht soll wie eine Drainage arbeiten und dient der Luftzirkulation. Sie wird mit einem Vlies abgedeckt, damit die Hohlräume nicht verstopfen. So vermeiden Sie Fäulnisprozesse. Darauf folgt eine Schicht zerkleinerte Äste oder sonstiges holziges Material. Nun können Sie mit Küchenabfällen starten.

Kompostieren ist die Kunst, pflanzliche Abfälle so zu mischen und durch eine Verrottung zu führen, dass eine gut riechende, dunkle Erde entsteht.

Bieten Sie den Organismen eine reichhaltige Mischung an. Eine gute Mischung ist nicht zu nass und nicht zu trocken.
Bei sehr wasserhaltigen Gemüseabfällen benötigen Sie trockenes, saugfähiges Strukturmaterial zum Untermischen, wie Häckselgut, Laub oder Bio-Katzenstreu (trockenes Material) und Urgesteinsmehl. Pro Woche sollten Sie 2 Esslöffel Steinmehl untermischen. Die Menge ist jedoch abhängig von der anfallenden Menge Abfall.
Zu trockenes Material sollten Sie anfeuchten. Das A und O einer guten Kompostierung ist das Mischen. Dazu brauchen Sie ein passendes Werkzeug, z. B. eine Gabel. Offene Kompostsysteme werden mit einem speziellen Vlies vor dem Austrocknen und vor zu vielen Niederschlägen geschützt. Die im Kompost entstehende Wärme wird besser gehalten und dem Prozess zugeführt.

Kompost - Nahrung für die Gemüsebeete

Mit einem gesunden Kompost können Sie das Bodenleben aktivieren, sozusagen den Boden verlebendigen und harmonisieren, wie es die biologisch-dynamischen Gärtner ausdrücken. Der Kompost soll demnach nicht nur die Abbauprodukte der Pflanzen enthalten, sondern die Lebenskräfte des Ausgangsmaterial sammeln. Zur Förderung dieser Prozess werden Kompostpräparate aus Heilkräutern zugesetzt. Sie sind aus Schafgarbe, Kamille, Brennnessel, Eichenrinde, Löwenzahn und Baldrian zubereitet.

Buchtipps der Redaktion:

Buchcover "Kompostieren!"

Buch

Martina Kolarek

Kompostieren! Biologisch, einfach, schnell

Verlag:
Eugen Ulmer Verlag
Produktion:
2018
Genre:
Sachbuch
Preis:
16,90 Euro
Bestellnummer:
978-3-8186-0078-5
Buchcover "Biodünger selber machen"

Buch

Andrea Heistinger, Alfred Grand

Biodünger selber machen . Regenwurmhumus - Gründüngung - Kompost

Verlag:
Löwenzahnverlag Innsbruck
Produktion:
2014
Genre:
Sachbuch
Preis:
19,90 Euro
Bestellnummer:
978-3-7066-2519-7
Buchcover "Das Kompostbuch"

Buch

Agnes Pahler

Das Kompostbuch. Gartenpraxis für Selbstversorger und Hobbygärtner

Verlag:
Pala-Verlag
Produktion:
2016
Genre:
Sachbuch
Preis:
14 Euro
Bestellnummer:
978-3-89566-315-4

Experte im Garten: Peter Berg, Gärtnermeister aus dem Markgräfler Land