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Rosen

SENDETERMIN Di, 7.7.2020 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Das sollten Sie beachten! Hilfe für schwächelnde Rosen

Im Juli ist die Hauptzeit der Rosen vorbei. Dennoch empfiehlt es sich, die Rosen weiter im Blick zu haben. Denn es lauern Probleme, gegen die man sofort vorgehen sollte. Wer Rosen hat, kennt ganz sicher die Pilzkrankheiten, die Rosen gerne zusetzen: Echter und Falscher Mehltau und Sternrußtau.


Sternrußtau: Auftreten nach der Blüte, manchmal früher. Braucht Regen oder Beregnung um sich „gut“ zu entwickeln. Es gibt viele Rosensorten, die ihn nicht oder nur sehr schwach bekommen. Diese Sorten sind immer zu bevorzugen.


Echter Mehltau: Er tritt vor allem an den jungen Austrieben und Knospen auf. Ein „Schönwetterpilz“, der bei warmen Temperaturen die schlappenden Triebe infiziert. Eine geregelte Wasserversorgung, nicht zu viel und keine Dürreperioden während des Austriebes und eine verminderte aber ausreichende Versorgung mit Stickstoff, verhindert den meisten Befall. Alle Stärkungsmittel schaffen Abhilfe.

 
Falscher Mehltau: Ein Pilz, der nur noch durch die züchterischen Erfolge einzudämmen ist. Er tritt schon früh im Jahr auf und wird gerne mit dem Sternrußtau verwechselt. Es gibt, wie beim Sternrußtau, zahlreiche tolle Sorten, die ihn nicht bekommen. Also, Sorte austauschen!

Tipp: Augen auf beim Rosenkauf! ADR-Sorten sind immer eine gute Wahl. Jede ADR-Rosenneuheit wurde drei Jahre getestet. Sie dürfen in diesem Zeitraum keine Krankheiten bekommen, um das Prädikat zu erhalten. Aber Achtung, Blattläuse und Raupen gehen auch an ADR-Rosen!

Stärkungsmittel statt Fungizide

Im Rosengarten Zweibrücken setzt der Leiter Heiko Hübscher seit Jahren und mit Erfolg keine giftigen Spritzmittel mehr ein. Statt die Rosen mit Fungiziden zu behandeln, setzt er auf biologische Stärkungsmittel, die es fertig im Handel zu kaufen gibt. Egal, ob sie aus fermentierten Brennnesseln, aus Getreide, Schachtelhalm oder Beinwell hergestellt sind - sie alle stärken die Abwehrkräfte der Rosen gegen Pilze. Bewährt hat sich, verschiedene Stärkungsmittel zu nehmen, da sich die Mittel oft gegenseitig unterstützen. Die Stärkungsmittel werden je nach Anleitung verdünnt auf die Blätter gesprüht.

Im Garten: Heiko Hübscher, Leiter des Rosengarten Zweibrücken