Bitte warten...
Eine Ameise auf einem Grashalm

SENDETERMIN Do, 16.5.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Auf die Vielfalt achten Der insektenfreundliche Garten

Gartenexperte Helmut Tränkle verrät originelle Ideen und nützliche Infos für einen insektenfreundlichen Garten, damit auch Sie Insekten im Garten schützen und unterstützen können.

1. Grundsätzlich gilt: Auf Vielfalt achten. Je mehr Unterschiedliches ein Garten zu bieten hat, desto besser für Insekten und Ökosystem.

2. Holz mit Zwischenräumen anbieten, z.B.:

• Eine rustikale Bank, in deren Holzzwischenräume Insekten Unterschlupf finden. Solch eine Bank kann ganz einfach aus zwei massiven Holzstümpfen und zwei losen

Ein Smartphone liegt auf einer Sitzbank in einem Park.

Auch auf einer Sitzbank finden Insekten Unterschlupf.

Bretten, die darauf genagelt werden, bestehen. So entsteht im Handumdrehen und für wenig Geld gleich auch noch eine zusätzliche schöne Sitzgelegenheit im Garten.

• Oder ein dekorativer Brennholzstapel, dessen Hölzer seitlich angebohrt werden, damit die Insekten in den Hohlräumen – ähnlich wie bei einem Insektenhotel - eine Unterschlupfmöglichkeit finden. Achtung! Dieser Stapel muss natürlich liegen gelassen werden und nicht tatsächlich als Brennholz benutzt werden. Mit der Zeit bilden sich in dem Holz immer mehr Risse und Zwischenräume, die ebenfalls Insektenwohnraum bieten.

3. Pollen- und nektarreiche Pflanzen wählen
Sehr gute Nahrungslieferanten für Insekten sind beispielsweise Efeu, Wilder Wein und Weiden. Efeubewachsene Wände sind zwar in den letzten Jahren ein wenig aus der Mode gekommen und auch Weiden findet man in Privatgärten immer seltener – für die Insekten sind die Pflanzen allerdings das reinste Paradies.

4. Blattläuse in Ruhe lassen

Eine Blattlaus sitzt auf einer Pflanze.

Blattläuse bieten eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten.

Blattläuse sind die Melkkühe der Ameisen, aber auch – und das ist weniger bekannt - der Bienen und Wespen. Entfernt man Blattläuse, dann nimmt man vielen Insekten eine wichtige Nahrungsquelle weg. Deshalb heißt die Devise: Bei Blattlausbefall die Ruhe bewahren und auf die Natur vertrauen. Denn von gesunden Pflanzen verschwindet der Blattlausbefall nach einigen Wochen von alleine – ganz ohne Behandlung!

5. Manches einfach mal stehen oder liegen lassen
Zum Beispiel Löwenzahn und Gänseblümchen, heruntergefallene Früchte oder auch abgestorbene Bäume. Letztere können auch eine Anregung sein, die Fantasie spielen zu lassen und mit geeignetem Werkzeug z.B. ein natürliches Kunstwerk zu kreieren, das gut aussieht und den Sechsbeinern Unterschlupf bietet.