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Auf einem Smartphone ist das Logo von Whatsapp zusehen.

SENDETERMIN Mo, 5.11.2018 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Hilfreiche Tipps WhatsApp - das sollten Sie wissen

Die Zahlen beeindrucken: 1,5 Milliarden Menschen nutzen weltweit WhatsApp. 60 Milliarden Nachrichten werden jeden Tag darüber verschickt. Keine Frage, WhatsApp ist der beliebteste Messenger. Wir zeigen Ihnen zehn Tipps, wie Sie mehr aus der App rausholen.

1. Online-Status verbergen

Beim Online-Status zeigt WhatsApp Ihren Gesprächspartnern, ob Sie WhatsApp gerade benutzen. “Online” heißt, Sie haben die App offen (auch im Hintergrund), “zuletzt online” sagt, wann Sie die App geschlossen haben. Unter Account, Datenschutz, lässt sich das ausschalten, allerdings sehen Sie dann auch nicht mehr, wann und ob Ihre Kontakte online sind.

2. Blaue “gelesen”-Häkchen nicht anzeigen

Unter Einstellungen, Account, Datenschutz, Lesebestätigung lässt sich das ausschalten. Nachteil: auch Sie sehen nicht, wenn und ob Ihre Nachrichten gelesen werden. Wichtig: In Gruppenchats werden weiterhin Lesebestätigungen gesendet, das lässt sich nicht ausschalten.

3. Bilder und Videos auf dem Gerät finden

Bei Android-Smartphones speichert WhatsApp standardmäßig die Fotos und Videos auf der Speicherkarte im Ordner WhatsApp/Media. Wenn es keine Speicherkarte gibt - oder je nach Android-Version - sind sie im gleichnamigen Ordner im internen Speicher zu finden. Beim iPhone ist voreingestellt, dass die Mediendaten in den Aufnahmen landen.

4. Nur einzelne Kontakte hochladen

Bei modernen Android-Smartphones lassen sich auf einem Gerät mehrere Benutzer einrichten. Für Daten und Kontakte, die WhatsApp nicht sehen soll, müssen Sie ein eigenes Benutzerkonto anlegen. Das ist umständlich in der Bedienung, aber sicherer. Sie laden dann nur die erwünschten Kontakte hoch.

5. Chat-Backup

Auf Android-Smartphones legt WhatsApp für jeden Tag ein lokales Backup an, die letzten sieben Tage sind verfügbar. Ein früherer Zustand kann damit wiederhergestellt werden, dann überschrieben Sie aber die seither geführten Chats. Das lokale Backup liegt im Ordner WhatsApp/Databases. Täglich kann alles auch in der Cloud gespeichert werden, auf dem Google Drive. Das wird aber beim nächsten Backup, also morgen, überschrieben. Auf dem iPhone speichert WhatsApp Backups über die iCloud oder iTunes ab. Einstellungen, Chats, Chat-Backup.

6. Persönliche Daten (ein wenig) schützen

Die Chats sind verschlüsselt, aber WhatsApp und damit Facebook sind nicht an den Inhalten interessiert. Es geht darum zu erfahren, wer schreibt wem, aber auch wann und wo ist er dabei. Das lässt tiefe Rückschlüsse auf den Tagesablauf und Beziehungen zu. Darum geht es. WhatsApp ist nicht deshalb kostenlos, weil das eine nette Firma ist. Wenn etwas nichts kostet, zahlen wir mit unseren Daten. Wir sind nicht der Kunde, wir sind die Ware, die verkauft wird.

7. Fake Nummern im Adressbuch

Manche Nutzer haben PINs als Telefonnummern getarnt im Adressbuch. Dagegen ist im Prinzip nichts zu sagen, wenn die PINs durch weitere Ziffern ersetzt werden und somit aussehen wie echte Rufnummern. Allerdings müssen Sie sich bewusst sein, dass diese Daten im Prinzip öffentlich sind, wenn sie zu WhatsApp hochgeladen werden.

8. Kontakte blockieren

Es gibt nervige Zeitgenossen, von denen Sie keine Nachrichten mehr bekommen wollen, dann können Sie sie blockieren. Einstellungen, Account, Datenschutz, Blockiert, Kontakt hinzufügen, dann den entsprechenden Kontakt auswählen. Oder direkt aus einem Chat heraus auf den Kontakt klicken und blockieren. Dann kommen keine Nachrichten, Statusmeldungen, etc. mehr an. Umgekehrt bekommt der Blockierte auch keine Aktualisierungen mehr von Ihnen. Der Blockierte wird damit nicht aus der Kontaktliste entfernt. Die Blockierung kann wieder aufgehoben werden. Was derjenige während der Zeit geschrieben hat und nicht zugestellt wurde, wird nicht mehr nachgeliefert und kann nicht mehr gelesen werden.

9. WhatsApp auf dem Tablet nutzen
Die App lässt sich nur auf Smartphones installieren, auf dem Tablet geht es nicht. Mit WhatsApp Web lässt sich aber mit weniger Komfort WhatsApp über einen Browser

aufrufen. Ein Smartphone mit der App brauchen Sie aber dennoch, um die Verbindung zunächst herzustellen: web.whatsapp.com

10. Account komplett löschen

Nicht einfach die App deinstallieren, sondern vorher in der App den Account unter Einstellungen, Account löschen. Danach werden nach Angaben von WhatsApp alle Daten wie Chats etc. gelöscht. Wenn Sie die Daten wirklich los werden wollen, sollten Sie sicher sein, dass Sie auch alle Backup-Dateien löschen.
Wer WhatsApp nicht mag, findet Alternativen.

Alle nutzen WhatsApp, aber es gibt etliche sichere Alternativen, bei denen nicht das gesamte Adressbuch hochgeladen werden muss. Allen voran seien hier 2 Alternativen wie Threema und Telegram genannt.

Threema kostet einmalig je nach Betriebssystem bis zu 3,49 Euro, dafür kann die App anonym genutzt werden, es gibt keine Werbung und die Daten sind sicher.
Threema kommt aus der Schweiz, untersteht den strengen Schweizer Datenschutzgesetzen und ist mit der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) konform. Alle sicherheitsrelevanten Daten liegen auf Servern in der Schweiz.

Telegram ist kostenlos und hat den Vorteil, dass sogenannte Kanäle eingerichtet werden können, über die Nachrichten gleichzeitig an viele Nutzer geschickt werden können. Die App verschlüsselt die Chats standardmäßig nur Nutzer-zu-Server und speichert sie in der hauseigenen Cloud. Der Vorteil: Sie können von verschiedenen Geräten auf alle Ihre Chats zugreifen, ohne ein Backup anlegen zu müssen. Der Nachteil: Telegram selbst könnte theoretisch Ihre Nachrichten lesen und an Behörden weitergeben. Für die Nutzung von Telegram ist ein Google- oder Apple-Konto nicht erforderlich. Die Registrierung erfolgt über die Telefonnummer des Nutzers.

Wenn alle Freunde bei WhatsApp sind, ist man bei den Alternativen ziemlich alleine. Man kann aber natürlich versuchen, alle Bekannte und Freunde davon zu überzeugen einen anderen Messenger zu verwenden.

Wie Sie GIFs und Sticker in WhatsApp nutzen, erfahren Sie hier:

Im Studio: Andreas Reinhardt, Multimedia Fachjournalist aus Mainz

aus der Sendung vom

Mo, 5.11.2018 | 16:05 Uhr

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