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SENDETERMIN Mo, 30.9.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Cookies, Tracker und Co. Was tun gegen die Datensammlung im Internet

All unsere Aktivitäten im Internet surfen, einkaufen, informieren, werden in der Regel durch sogenannte Cookies oder Tracker aufgezeichnet. Doch wie schütze ich mich am besten davor?

All unsere Aktivitäten im Internet, surfen, einkaufen, informieren, werden in der Regel durch sogenannte Cookies oder Tracker aufgezeichnet. Damit kann man den Usern zum Beispiel personalisierte Werbung auf Internetseiten anzeigen oder Verweise, Links, Infos zu den Themen anbieten, die den einzelnen Nutzer gerade besonders interessieren.

Ein älteres Ehepaar beim surfen im Internet

Silver Surfer - die User mit dem grauen Haar

Gegen Werbung im Netz ist an sich wenig einzuwenden, denn viele Gratis-Dienste müssten ohne Werbeeinnahmen Nutzungsgebühren erheben oder den Betrieb einstellen. Insgesamt werden aber beim Tracking eine Unmenge an Daten gesammelt, die weit über das hinausgeht, was man bräuchte, um persönliche Werbung zu schalten.

Cookies sind kleine Text-Dateien, die z.B. den Inhalt eines Warenkorbs abspeichern, damit man beim erneuten Aufruf des Online-Shops, den Warenkorb erneut einsehen oder verändern kann etc.

Tracker sind programmierte Bestandteile von Internetseiten. Tracker protokollieren das Surf- und Klickverhalten des Nutzers und senden die Daten an den Betreiber der Internetseite.

Das Fingerprinting-System arbeitet mit den Daten, die der Computer von sich aus preisgibt, wenn man eine Internet-Seite aufruft. Es werden die IP-Adresse, das Betriebssystem, der verwendete Browser, die Bildschirm-Auflösung und weitere technische Daten übermittelt, die in ihrer Gesamtheit individuell sind, so dass man anhand dieser Daten einen bestimmten Rechner und damit auch den User bestimmen kann und ihm personalisierte Werbung oder andere für ihn möglicherweise interessante Infos einblenden kann.

Tracking sichtbar machen

Es gibt Erweiterungen/Add-Ons zu allen gängigen Internet-Browsern, mit denen man das Tracking auf einer Internetseite sichtbar machen kann. Beim Browser FireFox heißt das Zusatz-Programm „Lightbeam“.

Für die Browser Chrome, Safari, Internet Explorer und Opera heißt die Erweiterung, das Add-On „Disconnect“.

Tracking ausschalten

Privater Modus im Browser

Hilft leider nicht wirklich, denn Cookies und Verläufe etc. werden nicht gespeichert, aber das Fingerprinting-System kann immer noch greifen, denn IP-Adresse, Rechner, Betriebssystem, Browser, Bildschirm-Auflösung werden nach wie vor mitgeteilt.

„Do not Track“-Einstellung im Browser

Leider hilft auch diese Einstellung nicht zuverlässig, denn die aufgerufene Webseite bzw. der Betreiber einer Webseite muss sich nicht dran halten.

Tracking-Blocker einsetzen

So wie man das Tracking mit Add-Ons im Browser sichtbar machen kann, so kann man das Tracken durch besondere Add-Ons im Browser ganz oder zumindest teilweise unterbinden.

Tracking-Blocker als Add-On:

  • Adblock Plus
  • Better Privacy
  • Cliqz Add-on
  • Disconnect
  • Ghostery
  • NoScript
  • Privacy Badger
  • Scriptsafe
  • uBlock Origin

Browser mit integriertem Anti-Tracking-Schutz:

  • Cliqz

Auch der recht neue mit der deutschen Datenschutzgrundverordnung DSGVO von 2018 konforme Browser Brave bietet einen bereits integrierten Trackingschutz:

Tracking bei Smartphones

Dass das Smartphone weit mehr Sensoren enthält, als ein stationärer Computer und gerade der momentane Aufenthaltsort zu den besonders interessanten Daten gehört, werden bei Smartphones noch mehr Daten gesammelt und an Webseiten-Betreiber oder App-Herausgeber übermittelt.

Die Datensammelwut kann man etwas unterbinden, in dem man im verwendeten Browser immer wieder die Daten löscht und die Berechtigungen bei den Apps kontrolliert bzw. eindämmt.

Zusätzlich gibt es für die beiden großen Smartphone Betriebssysteme Apples iOS und Googles Android auch Blocker-Apps:

Apple Adguard

Android Blokada

Im Studio: Andreas Reinhardt, Multimedia Fachjournalist