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Eine Notebook mit Werkzeugen

SENDETERMIN Mo, 12.8.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Selbermachen Repair-Cafés – DIE Alternative zum Wegwerfen!

Ein kaputtes Gerät muss nicht gleich weggeworfen werden. Bringen Sie es doch einfach in ein Repair-Café! Was das ist, verrät Ihnen Bernd Esslinger.

Die Idee kommt aus Holland. In Amsterdam wurde bereits 2009 das erste Repair-Café eröffnet.

Hier ein paar Zahlen dazu:

Seit Ende 2015 gibt es bereits über bereits über 900 Repair Cafés verteilt auf 22 Länder. Auf der ganzen Welt engagieren sich über 13000 Ehrenamtliche gegen Wegwerfmentalität und somit auch gegen sinnlosen Konsum. Über 300 deutschsprachige Repair-Cafés gibt es bereits.

Die Idee eines Repair-Cafés:

  • Kaputte Dinge reparieren
  • Ehrenamtlich Knowhow weitergeben
  • Dem Konsumwahn, alles immer neu zu kaufen, entgegenwirken
  • Soziale Treffpunkte schaffen und Wissensaustausch

Kosten entstehen für Teilnehmer nur, wenn Ersatzteile für die Reparatur benötigt werden. Ansonsten ist eine kleine Spende freiwillig und gern gesehen. Alle aktiven Helfer engagieren sich ehrenamtlich für die Repair-Cafés. Benötigtes Werkzeug wird vor Ort gestellt. Allerdings kann nicht garantiert werden, dass die Besucher die Treffen mit einem wieder funktionierenden Gerät verlassen.

Die Vorteile

Abgesehen von dem zwanglosen Beisammensein während der Repair-Cafés, leisten die Teilnehmer einen großen Beitrag für die Umwelt. Durch die Vermeidung einer Neuanschaffung werden Rohstoff- und Energiemengen für die Herstellung von Produkten gespart. Die Besucher lernen, Gegenstände wieder wertzuschätzen und achtsamer mit ihnen umzugehen.

Keine Konkurrenz für Profis

Der klassische Repair-Café Besucher ist nicht der Kunde, der den Fachmann aufsuchen würde, sondern eher der Wegwerf-Typ. Die Ehrenamtlichen animieren zum Erhalt der Dinge und verweisen häufig sogar auf die Fachleute. So wird das Interesse des Reparierens wieder geweckt.

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