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E-Bike steht auf Anhöhe im Wald.

SENDETERMIN Mo, 11.2.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Gut gerüstet Radfahren im Winter

Immer mehr Menschen nutzen auch im Winter das Fahrrad als Fortbewegungsmittel. Sei es aus Umweltgründen, einer schlechten Parkplatzsituation in den Innenstädten oder auch einem ungenügenden Nahverkehrsangebot. Stephan Fischer stellt hilfreiche Tipps vor:

1. Die richtige Kleidung

Hose und Jacke der winterlichen Temperatur anpassen. Problemlos können Sie Ihre wärmere Laufbekleidung zum Radfahren verwenden. Beachten Sie aber dabei, dass die Bekleidung am Oberkörper wegen des Fahrtwindes winddichter und wärmer sein sollte.

Die Handschuhe sollten deutlich größer sein, als Sie es bei den Winterhandschuhen gewohnt sind. Durch das Greifen des Lenkers und der Betätigung der Bremshebel benötigen Sie wesentlich mehr Länge und Bewegungsfreiheit.

Es gibt Helmüberzüge gegen Kälte, Feuchtigkeit und Wind. Unter den Helm kann man ein dünnes warmes Stirnband und/oder eine Unterziehmütze anziehen.

2. Fahrverhalten

Auch tagsüber mit Licht fahren, da man als Radfahrer im Winter schlechter wahrgenommen wird. Besonders rutschige Elemente im Straßenbereich für das Fahrrad sind Zebrastreifen und weiße Fahrbahnmarkierungen sowie Holz- und Gitterrostbrücken. Wichtig ist außerdem, dass Sie ganz besonders vorsichtig bremsen, damit Sie nicht ins Rutschen kommen.

3. Wartung und Pflege des Fahrrads

Reifen:

Kontrollieren Sie Alter und Profil. Wie beim Auto auch, altern die Fahrradreifen und verlieren an Elastizität, was durch die Kälte noch verstärkt wird. Das hat zur Folge, dass die Haftung früher verloren geht als bei neuen Reifen. Beim Reifenluftdruck sollte man eher den unteren Wert wählen. Dadurch vergrößert sich die Auflagefläche des Reifens auf dem Untergrund. Auch für Fahrräder gibt es spezielle wintertaugliche Reifen. Es gibt fürs Fahrrad Reifen mit Spikes, die sind für den Wintervielfahrer geradezu ein Muss.

Bremsenkontrolle/Wartung:

Gut funktionierende Bremsen sind ein Muss! Vor allem ist im Winter die gute und feinfühlige Dosierbarkeit der Bremskraft gefragt.

Scheibenbremse: Ist eventuell Luft im System, oder das System ist seit Jahren nicht gewartet worden, so reagiert vor allem bei Kälte das System in ungewohnter Weise, so dass es zum Sturz oder Unfall führen kann.

Konventionelle Bremse: Sind die Züge alt und eventuell verschlissen, funktioniert die Bremse nicht sauber bei geringer Handkraft. Wird dann stärker am Hebel gezogen, kommt die Bremswirkung dann eventuell schlagartig und sehr stark, was unweigerlich zum Sturz führt.

Putzen

Das Rad sollte auch in der Winterzeit immer mal wieder gewaschen werden, damit in Regionen wo Streusalz verwendet wird, das Salz die Komponenten am Fahrrad nicht auf Dauer schädigt. Dann ein Kettenöl verwenden und kein Öl-Spray, da sich der Sprühnebel auf die Bremsen absetzen kann.

Weitere Informationen, wie ihr Akku beim E-Bike auch im Winter fit bleibt, finden Sie hier:

Im Studio: Stephan Fischer, Fahrradfachhändler aus Kirchheim/Teck