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In einem Wald steht ein Pilz. Im Hintergrund sieht man eine Pilzsucherin, die einen Korb in der Hand hält.

SENDETERMIN Di, 17.9.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Pilzsaison Pilze richtig sammeln

Der Regen in der vergangenen Woche hat unsere heimischen Wildpilze sprießen lassen. Das freut die Pilzliebhaber. Worauf Sie beim Sammeln unbedingt achten sollten, erfahren Sie hier.

Heimische Wildpilze dürfen zum Eigenverzehr in geringen Mengen (ca. 1 kg pro Person und Mahlzeit) gesammelt werden. Für das gewerbliche Sammeln braucht man einen Pilzsammelschein. Pilzanfänger*innen sollten an geführten Pilzwanderungen mit Expert*innen teilnehmen oder/und Pilzberatungsstellen aufsuchen..

Welche, wie viele und wo darf man in Deutschland Pilze sammeln?

  • Diese Pilze dürfen Sie in geringen Mengen für den Eigenbedarf sammeln: Pfifferlinge, Rotkappen, Birkenpilze und Steinpilze.
  • In aller Regel gilt als geringe Pilzmenge je nach Region das, was für ein bis zwei Mahlzeiten ausreicht, pro Person ca. 250 Gramm.
  • Wenn Sie mehr Pilze sammeln wollen als für den eigenen Verzehr benötigen Sie eine besondere Genehmigung. Dieser Pilzsammelschein wird meist von der unteren Naturschutzbehörde erteilt.
  • Pilze wie Trüffel oder Kaiserling dürfen nicht mitgenommen werden.
  • In Naturschutzgebieten ist es generell verboten, Pilze zu sammeln.
  • Pilzsammler dürfen außerdem weder eingezäunte Waldstücke noch Schonungen oder Dickungen betreten.
  • Werden Pilze gesammelt, um sie gewinnbringend weiterzuverkaufen, drohen empfindliche Strafen in Form von Bußgeldern.

Vergiftungserscheinungen können einzeln oder zusammen auftreten:

  • Brechdurchfälle
  • Leibschmerzen
  • Fieber
  • Herzschwäche
  • Schwellung der Leber
  • Harnbluten

Viele Gifte wirken 5 bis 20 Stunden nach Genuss. Es gibt aber auch Gifte, die erst nach 24 Stunden wirken.

Grundregeln bei Vergiftungen sind:

  • Schnell den Notarzt anrufen.
  • Erbrochenes aufbewahren und zum Arzt mitnehmen.
  • Putzreste nicht wegwerfen.

Giftnotruf

Giftnotruf Baden-Württemberg
07 61 - 19 240
E-Mail: giftinfo@uniklinik-freiburg.de
Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg

Giftnotruf Saarland
0 68 41 - 19 240
E-Mail: giftberatung@uniklinikum-saarland.de
Informations- und Behandlungszentrum für Vergiftungen des Saarlandes

Giftnotruf Rheinland-Pfalz
0 61 31 - 19 240
E-Mail: mail@giftinfo.uni-mainz.de
Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen


Im Studio: Dr. Lothar Krieglsteiner, Pilzschule Schwäbischer Wald