Bitte warten...
Geschälter Knoblauch in einer Schüssel, daneben ein Messer.

SENDETERMIN Di, 18.12.2018 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Cholesterinsenkende Heilpflanzen 5 Fakten über Knoblauch

Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn: Knoblauch. Knoblauch ist mehr als nur ein Lebensmittel, er hat viel zu bieten. Was denn genau?

1/1

Ohne Geruch keine Wirkung

In Detailansicht öffnen

Knoblauch ist eine der ältesten Heilpflanzen der Welt: Schon die alten Ägypter, Griechen, Römer schätzten und nutzten die Heilkräfte des Knoblauch (Allium sativum). In Europa ist er seit dem Mittelalter als Heilmittel bekannt, wo er vor allem in Klostergärten als Mittel gegen infektiöse Seuchen angebaut wurde.

Knoblauch ist eine der ältesten Heilpflanzen der Welt: Schon die alten Ägypter, Griechen, Römer schätzten und nutzten die Heilkräfte des Knoblauch (Allium sativum). In Europa ist er seit dem Mittelalter als Heilmittel bekannt, wo er vor allem in Klostergärten als Mittel gegen infektiöse Seuchen angebaut wurde.

Knoblauch hat eine cholesterinsenkende Wirkung: Knoblauch hemmt zum Teil die Cholesterinbiosynthese und bewirkt eine Lipidsenkung. Knoblauch kann begleitend zu diätetischen Maßnahmen bei erhöhten Blutfettwerden eingesetzt werden, pro Tag werden drei bis vier Gramm frischer Knoblauch oder 900 bis 1200 Milligramm Knoblauchpulver empfohlen.

Knoblauch erweitert die Blutgefäße und verbessert die Durchblutung: Die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe vom Knoblauch erweitern die Blutgefäße und verbessern die Durchblutung. Nachgewiesen ist auch, dass Knoblauch den Fibrinogenspiegel senkt und dadurch die Blutgerinnung hemmt. Außerdem können Blutplättchen daran gehindert werden zu einem Blutpfropf (Thrombus) zu vernetzen. Knoblauch kann damit vorbeugend gegen Arteriosklerose und Herzinfarkt wirken (auch durch den Inhaltsstoff Adenosin, der Blutdruck, Hormonsystem und Kreislauf günstig beeinflusst.)

Vorsicht in der Schwangerschaft und beim Stillen: Die Inhaltsstoffe des Knoblauchs gehen in die Muttermilch über und können zu Blähungen beim Säugling führen. Weil Knoblauch die Blutgerinnung hemmt, können große Mengen Knoblauch das Risiko postoperativer Blutungen erhöhen. Während Schwangerschaft und Stillzeit deshalb Vorsicht mit Knoblauch. Das gilt auch für Personen, die blutgerinnungshemmende Mittel einnehmen. Sie sollten einen Facharzt zu Rate ziehen.

Ohne Geruch keine Wirkung: Der „Knoblauchduft“ ist kennzeichnend für seine Wirkung, denn im rohen Knoblauch sind die meisten heilkräftigen Wirkstoffe enthalten. Je weniger wir riechen, z.B. nach dem Erhitzen, desto weniger heilkräftig ist die Knolle. Kardamomfrüchte, Gewürznelken, Ingwer, Petersilienstängel oder Minz-Bonbons können den Geruch reduzieren.

Rezeptvorschlag: "Hexenbesen"

Dieses Elixier mit dem kuriosen Namen "Hexenbesen" hilft bei der Behandlung und Prophylaxe von Arteriosklerose, erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck und Tinnitus.

Zutaten:

  • 5 Zitronen (entkernt und unbehandelt)
  • 35 Knoblauchzehen
  • 1 Liter Wasser

Zubereitung:

Fünf entkernte Zitronen (unbehandelt!) raspeln/hobeln und mit der Schale in ein Liter Wasser geben und mind. 20 Minuten stehen lassen. Dann 35 Knoblauchzehen schälen und in ¼ l des Zitronenwassers pürieren. Zum restlichen Zitronenwasser gießen, kurz erhitzen und 20 Min. stehen lassen. Elixier durch ein großes Sieb abgießen und im Kühlschrank aufbewahren. Täglich morgens ein Schnapsglas trinken.

Im Studio: Astrid Fiebich, Heilpraktikerin aus Stegen/Eschbach bei Freiburg