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Fernbedienung vor Fernseher

SENDETERMIN Mo, 9.12.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

4K, HDR, HbbTV... Was bedeuten diese Fachbegriffe?

Beim Kauf eines Fernsehers stößt man auf zahlreiche Fachwörter und technische Neuheiten. Daher ist es gut, wenn Sie für Ihren anstehenden Kauf eines neuen Fernsehers, wissen, was die einzelnen Fachbegriffe bedeuten. Das Glossar gibt hierfür den Durchblick:

2K / HD (Full HD): Bildschirmauflösung mit 1920 × 1080 Bildpunkten bei einem Seitenverhältnis von 16:9. HD-Ready bedeutet eine geringere Auflösung mit nur 1280 × 720 Bildpunkten, die sich heute nur noch bei günstigeren Modellen findet.

Was nicht HD ist, wird oft SD (für Standard Definition) genannt oder hat keine besondere Bezeichnung. Klassische DVDs sind in SD Qualität. Bei Blu-ray Discs sind Filme in der Regel in höherer Auflösung, meist Full HD.

4K / UHD-I (Ultra High Definition I): Bildschirmauflösung mit 3840 × 2160 Bildpunkten bei einem 16:9 Format. Als Nachfolger der Full HD-Auflösung sind damit aktuell viele Geräte ausgestattet. Der Anteil von Medien in 4K Qualität, die für den vollen Nutzen notwendig sind, wächst aktuell am Markt. Eine reguläre Ausstrahlung von Fernsehsendungen findet aber noch nicht in 4K-Auflösung statt.

8K / UHD-II: Die Bildschirme, die 8K (UHD-II) anbieten (ca. 7680 × 4320 Pixel), sind bisher sehr selten und teuer.

Auflösung: Die Auflösung beschreibt die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) in der Höhe und Breite eines Bildes. Je größer die Auflösung, desto mehr Details können dargestellt werden. Bei besonders großen TVs und geringer Distanz zum Gerät macht sich eine hohe Auflösung stärker bemerkbar, als bei kleinen TVs aus größerer Distanz. Ein TV mit 4K-Fähigkeit kann auch weiterhin Full HD oder niedrigere Auflösungen darstellen.

HbbTV: Die ARD und einige andere Sender bieten Zusatzinformationen und Interaktivität über das Internet auf dem Gerät an. Hierfür muss man die rote Taste der Fernbedienung drücken. Die ARD-Mediathek ist hiermit ebenfalls nutzbar.

Kabel an Netbook angeschlossen

Mit einem HDI-Anschluss können Sie Ihren Fernseher z.B. mit einem Laptop verbinden

HDMI: Standard für Anschlüsse und Kabel, der Bild und Ton in hoher Qualität übertragen kann. Wer mehrere Aufnahme- und Abspielgeräte, Konsolen und PCs anschließen möchte, benötigt meist einige HDMI-Anschlüsse. Wer ältere Geräte anschließen möchte, die noch kein HDMI unterstützen, sollte hier an passende Anschlüsse am TV, passende Kabel und/oder Adapter denken.

HDR: HDR ist eine Technologie, mit der die Bildqualität gesteigert wird. Da diese Technik darauf angewiesen ist, dass die gesamte Produktionskette von Aufnahme bis Fertigstellung und eventueller Ausstrahlung in HDR passiert, profitiert man hiervon nur in bestimmten Situationen. Manche Streaminganbieter und Blu-Ray Discs unterstützen HDR.

LCD-TV: Solche Fernseher nutzen Flüssigkristalle bei der Bilddarstellung. Durch eine Hintergrundbeleuchtung z.B. von Leuchtstofflampen wird Licht ausgestrahlt, das durch die Flüssigkristalle und Farbfilter verändert austritt. Diese Displaytechnik ist der normale Standard.

LED-TV: Bei LED-TVs handelt es sich um LCD-Fernseher, die im Inneren eine Hintergrundbeleuchtung mit LEDs aufweisen. Durch Herunterregeln der Hintergrundbeleuchtung kann man gute Schwarztöne in dunklen Bildbereichen erzielen und für hohe Kontraste sorgen.

OLED: OLED-TVs arbeiten mit „organischen Polymeren“, welche unter Spannung Licht aussenden. Mit dieser Technik können sehr flache Bildschirme gebaut werden, da diese keine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung benötigen.

QLED: Bildtechnologie mit Nanokristallen, die für eine besonders große Bandbreite an sehr reinen und starken Farben sorgt. Bei gleicher Abwärme können solche Bildschirme heller leuchten. Dieser Vorteil hilft besonders, wenn man in sehr heller Umgebung fernsieht.

Smart-TV: Fernseher mit einigen Funktionen eines Computers. Darauf lassen sich häufig Apps und weitere Zusatzfunktionen nutzen. Typischerweise bieten Smart-TVs auch eine Möglichkeit, mit dem heimischen Internet (per W-LAN oder LAN) verbunden zu werden.

Streaming: Übertragung von Video- oder Musik-Daten aus dem Internet an ein Fernsehgerät. Die Daten werden nicht dauerhaft gespeichert.

Triple Tuner: Ein Triple Tuner erspart in vielen Fällen die Notwendigkeit eines separaten Receivers/Tuners, um Fernsehsignale nutzen zu können. Mit ihm kann man also Antennensignale wie z.B. DvB-T2 HD, Satellitensignale DvB-S, und Kabelsignale DvB-C empfangen, ohne ein zusätzliches Gerät zu benötigen. Wer mehrere Satellitenschüsseln nutzen will oder besondere Anforderungen hat, sollte sich aber eingehender informieren.

Ein USB-Stick liegt auf spiegelnden Daten-CDs.

Über einen USB-Anschluss lassen sich USB-Sticks und externe Festplatten verbinden

USB (Micro, USB-A, Typ-C): Über einen USB-Anschluss lassen sich z.B. USB-Sticks und externe Festplatten verbinden. Je nach Gerät kann man darauf Filme aufzeichnen oder vom Datenträger Diashows, Filme und Musik abspielen. Je nach USB-Standard ist die Form des Steckers/der Buchse und die Geschwindigkeit der Datenübertragung eine andere. Falls Geräte hier nicht zueinander passen, kann man Adapter mit der jeweils langsameren Übertragungsgeschwindigkeit der beiden Typen nutzen.

Im Studio: Andreas Reinhardt, Multimedia Fachjournalist