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SENDETERMIN Do, 28.11.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Das sollten Sie wissen So vermeiden Sie Brände in der Weihnachtszeit

Zu keiner Jahreszeit verzeichnet die Feuerwehr in Deutschland mehr Einsätze als zu Weihnachten und Neujahr. Wir geben Tipps, wie Sie Gefahren und Brände vermeiden können.

Das sollten Sie beachten

  • Grundsätzlich gilt: Baum nicht austrocknen lassen und Kontakt mit offenem Feuer vermeiden
  • Der Baum sollte nicht zu lange im Trockenen stehen und mit Wasser versorgt werden
  • Kerzen so anbringen, dass ein hinreichender Abstand zwischen der Flamme und den Zweigen des Baumes gewährleistet ist
  • Kerzen am Baum nur unter Aufsicht anzünden
  • Kerzen von oben nach unten am Baum anzünden

Gerade Weihnachtsbäume, die schon länger in beheizten Räumen stehen und völlig ausgetrocknet sind, laufen Gefahr Feuer zu fangen. Anstatt echten Kerzen lieber elektrisch betriebene Kerzen und Lichterketten verwenden.

Einen Tannenbaum mit "echten Kerzen" löschen

Achten Sie vor allem auf Ihre eigene Sicherheit. Ein in Vollbrand geratener Weihnachtsbaum lässt sich von Laien nicht mehr löschen. In solchen Fällen sollten Sie den Raum unverzüglich verlassen, die Türe schließen und die Feuerwehr anrufen (Notruf 112).

So wird Ihr Adventskranz sicher

  • Adventskränze sollten auf einer nicht brennbaren Unterlagen stehen
  • Im Umfeld des Kranzes sollten keine brennbaren Dinge stehen

Feuerlöscher im Haushalt

Der Besitz eines Feuerlöschers ist nicht verpflichtend. Trotzdem ist er sinnvoll. Ein Feuerlöscher sollte so aufgehängt werden, dass er im Notfall sofort von allen Personen im Haushalt erreichbar ist.

Eine Alternative für kleine Brände sind Feuerlöschsprays. Sie sind einfach zu bedienen und passen in jeden Schrank.

Übrigens: Im Gegensatz zum Feuerlöscher sind in Baden-Württemberg Haushaltsrauchmelder seit einigen Jahren Pflicht.

Das sollten Sie beim Kauf beachten

Feuerlöscher beinhalten unterschiedliche Löschmittel für unterschiedliche Brandklassen. In Wohnungen gibt es fast nur brennbare feste Stoffe und wenig brennbare Flüssigkeiten oder Fette. Insofern sind Wasser- oder Schaumlöscher zu empfehlen. Schaumlöscher sind teurer in Anschaffung und Unterhaltung, haben aber den Vorteil, auch zur Bekämpfung von Fettbränden eingesetzt werden zu können. Von Pulverlöschern ist im Wohnbereich in der Regel abzuraten, da diese sehr viel Dreck erzeugen und damit große Folgeschäden verursachen. Der Feuerlöscher sollte auch nicht zu groß sein, um im Notfall auch von schwächeren Personen eingesetzt werden zu können.

So beugen Sie Fettbrände vor

Fettbrände dürfen auf keinen Fall mit Wasser bekämpft werden.

Wichtig ist, dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen! Sollte ein Topf mit Fett Feuer fangen, sollten Sie beim Aufsetzen des Deckels die Hand mit einem Handtuch oder Ähnlichem schützen. Eine weitere Möglichkeit ist, das Feuer mit einem Feuerlöscher oder einem Löschspray zu bekämpfen. Diese müssen für brennbare Flüssigkeiten und Fette geeignet sein.

Wenn Sie sich das Löschen nicht zutrauen, verlassen Sie sofort den Raum, schließen Sie alle Türen und rufen Sie die Feuerwehr.

So können Sie Fettbrände vorbeugen

  • Elektrogeräte nur bestimmungsgemäß einsetzen und unter Aufsicht betreiben.
  • Wird beispielsweise das Fett in der Pfanne zu heiß, so wird man dies an der Rauch- und Geruchsentwicklung bemerken, noch bevor es zur Entzündung kommt. In dieser Situation kann dann die Pfanne vom Herd genommen werden, ohne dass überhaupt ein Brand entstanden ist.

Übrigens: Der Einsatz der Feuerwehr bei Bränden ist in der Regel kostenfrei. Scheuen Sie sich nicht, die Feuerwehr zu rufen, wenn Sie einen Brand nicht bewältigen oder die Lage nicht hinreichend abschätzen können.