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Fotokamera mit Display

SENDETERMIN Mo, 7.1.2019 | 16:05 Uhr | SWR Fernsehen

Mehr mit weniger Neues Bildformat liefert bessere Bildqualität

Auf der Speicherkarte des Smartphones finden sich zahlreiche Bilder. Doch wie bringe ich diese denn nun auf meinen PC? Andreas Reinhardt weiß Rat und stellt das Bilddaten-Format "heic" vor.

Bereits im Jahr 2013 hat die maßgebliche Fachorganisation namens Moving Picture Experts Group (MPEG) das neue Bilddateiformat definiert. Bei HEIF handelt es sich um ein sogenanntes Container-Format, welches verschiedene Codecs beinhalten kann. Neben Bildern und Fotos können damit auch Bildsequenzen (Videos, Animationen, usw.), Audioaufnahmen oder Text gespeichert werden. Die Datei-Endung kann „heif“ oder „heic“ bei Bildern, bzw. „heifs“ oder "heics“ bei Bildsequenzen sein.

Die damit aufgenommenen Bilder oder Videos sind von der Datenmenge deutlich kleiner, brauchen also weniger Speicherplatz bei gleichzeitig besserer Bildqualität.

Paar macht ein Selfie

Immer und überall ein Selfie

Vorteile von heic-Dateien

• Eine heic-Bilddatei ist bis zu 40% bis 50% kleiner als ein JPEG-Bild.
• In einer heic-Bilddatei können mehrere Fotos enthalten sein, z.B. eine Bildreihenfolge, die das Smartphone automatisch aufgenommen hat.
• Die Farbtiefe, also die Menge an Farbinformationen, die pro Bildpunkt gespeichert werden, ist bei heic-Dateien deutlich größer.
Bildlich gesprochen sind die Farbübergänge eines HEIF-Bildes daher feiner und fließender als bei Fotos im JPEG-Format.
• Ähnlich wie RAW-Dateien speichert heif/heic zudem zusätzliche Informationen für Bildtiefe und Transparenz, Belichtungsstufen, Metadaten auf mehreren Ebenen oder unterschiedliche Auflösungen bei Serienaufnahmen. Dadurch erlauben heif-Dateien Fotografen mehr Spielraum bei der nachträglichen Bildbearbeitung.

Problem

Das größte Problem ist, dass dieses Bilddaten-Format noch nicht so weit verbreitet eingesetzt wird, es gibt also erhebliche Kompatibilitätsprobleme.

Die neueren Apple iPhones nehmen automatisch in diesem Format die Bilder auf. Kopiert man diese Dateien auf einen Windows-PC können die Bilder meistens nicht dargestellt werden. Im schlimmsten Fall glaubt man, dass die Datei defekt ist, was aber nicht stimmt.

Abhilfe

Auf dem iPhone das Bildformat wieder auf JPEG-Format zurückstellen. Auf dem Windows-PC eine Konvertierungs-Software installieren, die man im Internet finden kann.

Im Studio: Andreas Reinhardt, Multimedia Fachjournalist aus Mainz